Fallout 76: Wir haben mit den Entwicklern über die Zukunft des Spiels gesprochen
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Projektleiter Jeff Gardiner und Design Lead Mark Tucker verrieten uns im Gespräch, wie die Zukunft des Online-Action-Rollenspiels Fallout 76 aussieht.
Sofern ihr Fallout 76 seit Beginn spielt, wisst ihr, dass der Start alles andere als perfekt lief. Und auch wenn es damals mehr als holprig begann und die Entdeckung des Ödlandes unter den starken Turbulenzen litt, haben die Entwickler inzwischen etliche Verbesserungen ins Spiel gebracht. Zum Glück der Spieler, haben die Entwickler Fallout 76 nicht abgeschrieben, sondern erweitern die Welt weiterhin mit neuen Updates. Wir hatten die Möglichkeit, Informationen über kommende Inhalte und die Zukunft des Spiels direkt von Projektleiter Jeff Gardiner und Mark Tucker, dem Design Lead, zu erhalten.
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Späte Blüte
Quelle: Bethesda
Mark Tucker
Bei der Überarbeitung und Erweiterung haben sich die Entwickler dankenswerterweise an das Feedback der Spieler gehalten. Auch wenn es manchmal Unstimmigkeiten gab, lässt sich rückblickend sagen, dass Fallout 76 mittlerweile ein rundes Spielerlebnis bietet. Angesichts kleiner Bugfixes bis hin zu größeren Updates wie beispielsweise Wastelanders oder Steel Dawn merkt man, dass die Entwickler alles daran setzen, Fallout 76 zu retten und zu dem Spiel zu machen, was es schon zu Beginn sein sollte - nämlich ein stimmiges Erlebnis für Fallout-Fans und Vault-Neuankömmlinge.
Hält man sich die letzten fünf Jahre vor Augen, haben viele Games, die einen schlechten Start hingelegt haben, auch im Hinblick auf den Service und die Weiterentwicklung versagt. Anthem ist ein Paradebeispiel. Erfreulicherweise wird Fallout 76 (jetzt kaufen / 35,99 € ) weiterhin mit neuem Content versorgt.
Denn auch nach etlichen toten Brandbestien und zig nuklearbebombten Gebieten ist das Kapitel im Ödland von Appalachia noch lange nicht abgeschlossen. Aktuell bekommt die Stählerne Bruderschaft ihre zweite Questline, die euch im Übrigen genauso lange beschäftigen soll, wie die Story aus dem ersten Update zu den Steel Buddies. Das neue Update Steel Reign, welches am 7. Juli auf allen Plattformen veröffentlicht wurde, brachte auch wieder neuen Content für Fans und Neueinsteiger.
Zeit zu handeln
Quelle: Bethesda
Fallout 76: Wir haben mit den Entwicklern über die Zukunft des Spiels gesprochen (3)
Mit von der Partie ist die Möglichkeit, legendäre Gegenstände selbst herzustellen. Der Unterschied zu dem bisherigen System ist, dass ihr beliebige Gegenstände zu zufälligen legendären Versionen upgraden könnt. Außerdem gibt es eine herumziehende Händlerin, welche legendäre Baupläne verkauft. Die soll den Vault-Bewohnern wie beispielsweise Reg nicht die Kundschaft abluchsen und wird mit ganz besonderen zeitlich begrenzten Angeboten euch um eure hart verdienten Goldbarren erleichtern. Mark Tucker betonte auch, dass es jede Menge Flexibilität in der Gestaltung der Händlerin gibt und somit kann dieses besser auf die Spieler und ihre Vorlieben zugeschnitten werden. Wenn ihr zudem mehr über die neuen Inhalte erfahren wollt, schaut doch mal hier vorbei.
Quelle: Bethesda
Jeff Gardiner
Auch über die Inhalte zukünftiger Updates haben die Entwickler uns einige Informationen geben können. Diese sollen optimal an die bisherigen Änderungen angepasst werden. So sollen sich etwa die gegen Ende des Jahres kommenden legendären Items mit vier Sternen nahtlos in das Crafting-System einfügen. Auch das Crafting-System selbst soll auf Basis des Feedbacks aus der spielbaren Version auf den Testservern einige Änderungen erhalten.
Adieu, Appalachia
Auch für nächstes Jahr haben die Entwickler große Pläne mit Fallout 76. Wie schon auf der E3 angekündigt, wollen sie mit "The Expeditions, the Pitt" Appalachia verlassen und den Spielern neue beziehungsweise altbekannte Orte zum Entdecken geben. The Pitt dürften Fallout Veteranen bereits bekannt sein, denn dieser Ort ist Schauplatz eines DLCs von Fallout 3. Dabei handelt es sich um eine postapokalyptische Version von Pittsburgh. Die in Fallout 3 von Raidern besetzte Stadt kehrt 2022 ins Fallout-Universum zurück. Wie diese dann in Fallout 76 aussieht, ist bis auf ein paar einzelne Bilder noch unbekannt.
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Außerdem soll der Spieler motiviert werden, immer wieder an diesen Ort zurückzukehren. Mit "The Expeditions" wollen die Macher der Spielerschaft ein immer wieder anspornendes Erlebnis mit einem hohen Wiederspielwert bieten. Wie genau die Quests aussehen werden, also ob sie täglichen Events ähneln oder ob sie in eine Questline eingebettet sind, ist ungewiss. The Expedtions soll aber noch nicht alles gewesen sein, was uns zukünftig bevorsteht.
Denn nächstes Jahr soll außerdem ein gutes Jahr für Architekten sein. Das Camp-System soll laut den Entwicklern weiterentwickelt werden, und ohne genauere Details zu nennen, sollen Spieler sich darauf freuen können, ihre Freunde und andere Spieler als Besucher häufiger in ihrem Camp zu empfangen und auch selbst andere Spielercamps besuchen zu können.
Quelle: Bethesda
Das DLC "Die Stählerne Herrschaft" schließt sich das Kapitel der Bruderschaft ab.
Next-Gen-Zukunft
Auch Versionen des Spiels für PS5 und Xbox Series X/S sind geplant. Das Next-Gen-Upgrade soll sich positiv auf die Performance des Spiels auswirken. Bisher läuft Fallout 76 auf Konsolen nur mit 30 FPS, das soll sich auf den neuen Geräten ändern. Einen genauen Veröffentlichungstermin für die Next-Gen-Version gibt es bisher noch nicht, aber laut den Entwicklern arbeitet ein kleines Team bereits an der Umsetzung.
Auch wenn die Entwickler sich stellenweise noch eher bedeckt bezüglich konkreter Zukunftspläne halten, ist die gute Nachricht für alle Fans wohl, dass es nach dem schlechten Start inzwischen noch viele Pläne für die Zukunft von Fallout 76 gibt.
Es bleibt dennoch offen, ob die neuen Inhalte dazu beitragen, Fallout 76 auch in Zukunft weiterhin interessant zu halten.
