Fable: The Journey im Test - Gute Optik, perfekte Bewegungssteuerung, Spaß für Core und Casual?

Test Marc C. Hatke

Fable: The Journey soll die Versprechen erfüllen, an denen Star Wars Kinect und Steel Battalion gescheitert sind: gute Optik, perfekte Bewegungssteuerung, spannende Handlung und Spaß für Core und Casual. Wir verraten euch im Test, ob Albion eine Reise wert ist!

Fable: The Journey im Test: Das Schicksal der Bevölkerung von Albion geht eurem Helden in diesem Fable-Spiel am Allerwertesten vorbei, auf dem er die meiste Zeit des Tages sitzt – er zuckelt auf dem Bock seiner Kutsche der Heimat entgegen. Doch dann schläft er beim Fahren ein, verunglückt beinahe und wird von der Gruppe getrennt.

Auf dem Umweg gabelt er die mysteriöse Theresa auf und muss Hals über Kopf vor einem mysteriösen Monster fliehen, dass die Umgebung in Dunkelheit taucht. Was für ein ereignisreicher Tag! Held Gabriel und seine Stute Seren sind noch lange nicht am Ziel ihrer Reise. Wir haben die beiden begleitet und präsentieren euch unseren Fable: The Journey-Test.

Das hat uns an Fable: The Journey gefallen

Der typische Fable-Charme

Wer die drei Fable-Rollenspiele kennt, der kann beruhigt sein: Der Humor und Zauber des Fantasy-Reiches und seiner Bewohner wurde in The Journey fast genauso gut eingefangen wie in der Serie. Die Sprecher tragen mit guter Leistung und einem britischen Akzent zur Atmosphäre bei, die Dialoge sind recht humorvoll und versüßen so die Kutschfahrt durch die Fable-Welt. Außerdem besucht ihr Gegenden, die ihr in den anderen Fable-Teilen nicht oder aus anderen Blickwinkeln zu Gesicht bekommen habt.

Solide Technik

Bis auf vereinzelt nachladende Texturen macht Fable: The Journey optisch eine ordentliche Figur. Das Design von Personen und Pferden ist zwar recht cartoonhaft, dafür aber unverwechselbar, und die Lichteffekte auf dem Fell des treuen Vierbeiners, die knuffig-unheimlichen Monster sowie die bunten Zauber können sich ebenfalls sehen lassen.

Fast wie in echt

Fable: The Journey im Test. Quelle: Microsoft Fable: The Journey im Test. Nach etwas Eingewöhnungszeit funktioniert das Kutschenfahren wirklich gut. Der Kinect-typische Lag ist nicht schlimm sondern fühlt sich realistisch an, schließlich reagiert auch ein echtes Pferd nicht sofort auf eure Anweisungen. Wer von einem Stuhl oder Sessel mit hohen Armlehnen aus zockt, kann die Arme abstützen und wird dadurch nicht so schnell müde. Ihr könnt die Zügel natürlich auch loslassen, wenn die Strecke gerade verläuft.

Kleine Häppchen für jüngere Spieler

Fable: The Journey funktioniert am besten und ermüdet nicht, wenn ihr es in kleine Häppchen aufteilt. Zwar ist The Journey für ältere Spieler deutlich zu leicht geraten, aber jüngere Zocker dürften sich vom Abenteuer sofort angesprochen fühlen. Neben den Zauber- und Kutschfahrsequenzen verarztet ihr eure Stute Seren, füttert sie mit Äpfeln und streichelt sie.

Das hat uns an Fable: The Journey nicht gefallen

Steuerungsprobleme

Während das Steuern der Kutsche ordentlich funktioniert, hat Kinect jede Menge Probleme beim Erkennen der Zauber-Gesten. Durch kleine, unbewusste Änderungen der Hand- oder Sitzbewegung funktioniert das Schleudern der magischen Attacken plötzlich nicht mehr, die Angriffe verfehlen das Ziel oder Kinect registriert gar nicht, was ihr vorhabt. Dazu kommt, dass es auf Dauer recht anstrengend ist, die Arme im rechten Winkel immer wieder auszustrecken.

Noch mal? Nein, lieber nicht.

Nach dem Durchspielen gibt es kaum Anreize, Albion noch einmal mit der Kutsche zu besuchen. Das Aufleveln ist rudimentär und zu vernachlässigen, die einzigen Sammelgegenstände sind witzlose Karten, die in einem unzugänglichen Unter-Menü versteckt sind. Und die "Rätsel" dürften eure grauen Zellen schon beim ersten Lösungsversuch alles andere als fordern. Der Schwierigkeitsgrad ist ebenfalls sehr niedrig angesetzt, wenn ihr sterbt, dann liegt es daran, dass Kinect eure Abwehr-Geste nicht korrekt registriert hat.

Beschränkt

Zwar gaukelt die recht große Weltkarte von Albion Freiheit vor, im Grunde ist The Journey aber noch beschränkter, als es bereits Fable 3 war. Ihr bereist die Kutschfahrt-Schläuche immer nur in einer Richtung, unterbrochen wird das Ganze nur von den ebenfalls auf Schienen ablaufenden Kampf-Abschnitten. Es gibt keine Händler, kein Geld, nur vereinzelte versteckte Truhen, aus denen ihr Sammelkarten holt oder Rastplätze, an denen ihr Seren striegelt.

Wertung zu Fable: The Journey (X360)

Wertung:

7.0 /10
Pro & Contra
Malerische OptikUnterhaltsame DialogeGelungene musikalische UntermalungWiedersehen mit alten Fable-BekanntenKutschen-Fahren geht gut von der HandMit dem Download-Spiel Fable: Heroes kompatibel
Kinect-AussetzerAuf Dauer anstrengendUngenaues ZaubernSehr beschränkte SpielweltKaum WiederspielwertLächerliche Rätsel und Sammelgegenstände

Meinung

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