Fable 3 für Xbox 360 im Test: Peter Molyneux hat wieder mal viele Versprechungen gemacht. Kann sein neuestes Xbox-Rollenspiel sie einhalten? Unser Fable-3-Review gibt die Antwort!
Das hat uns an Fable 3 nicht gefallen:
Angestaubte Grafik mit vielen optischen Bugs
So malerisch die Spielwelt auch aussieht und so charmant ihre Bewohner daherkommen: Fable 3 wirkt wegen seiner unscharfen Texturen teilweise wie ein Xbox-1-Titel. Noch dazu lädt das Spiel andauernd nach, wenn man einen neuen Bereich betritt. Am ärgerlichsten sind aber die zahlreichen Grafik- und Spielfehler: Mal wabern Frisuren seltsam herum, mal tauchen Bäume urplötzlich aus dem Nichts aus. Zudem hatte unsere Verkaufsversion (!) teilweise Probleme mit falschen Texteinblendungen und anderen unsauberen Kleinigkeiten.
Quelle: videogameszone.de
Die angekündigte emotionale Bindung zu den KI-Charakteren entpuppt sich als reichlich gering.
Entscheidungsfreiheit längst nicht so weitreichend wie erhofft
Wir kennen das bereits: Peter Molyneux verspricht im Vorfeld gerne viel, was seine Spiele später nicht einhalten können. So auch im Falle von Fable 3: Die angekündigte emotionale Bindung zu den KI-Charakteren entpuppt sich als reichlich gering. Zudem sind die moralischen Entscheidungen, die ihr treffen könnt, arg limitiert. Vor eurer Krönung zum Herrscher der Spielwelt werden euch die Versprechungen, welche ihr den Bewohnern macht, strikt vorgegeben. Hier hätten wir uns deutlich mehr Freiheit gewünscht. Und auch als Herrscher habt ihr meist nur die Wahl zwischen einer richtig fiesen und einer richtig guten Tat - kein Vergleich zu den moralischen Graustufen, die Bioware in seinen Spielen anbietet.
Für Rollenspiel-Kenner insgesamt viel zu seicht
Wir haben Fable 3 in knapp 9 Stunden komplett durchgespielt. Das ist für ein Rollenspiel einfach zu wenig Umfang. Wobei der Ausdruck "Rollenspiel" sowieso nur bedingt auf das Spiel zutrifft. Die Kämpfe sind simpel, die Bestrafung, wenn ihr mal draufgeht, lächerlich gering. Auch die Charakterentwicklung ist derart starr, dass Genre-Freunde enttäuscht sein dürften.
