FIFA: Tops und Flops aus fast 30 Jahren Fußball-Dominanz
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Im Report blicken wir auf die besten Features und die größten Patzer der FIFA-Historie. Was macht die Reihe so großartig, aber bisweilen auch so furchtbar?
Das Schlimmste an der Angelegenheit: Es gab nie eine Wiedergutmachung! FIFA 17 erschien einige Monate später, und es wurde nie wieder über Chemgate diskutiert.
TOP - Story-Vorreiter
Sportspiele und eine Kampagne - das kann funktionieren, aber auch mächtig in die Hose gehen. Doch The Journey, der zweiteilige Story-Modus der FIFA-Serie, funktionierte überraschend gut und motivierte mit seiner Verbindung aus solider Story, Entscheidungsmöglichkeiten und klassischem Fußball-Gameplay. The Journey begann in FIFA 17: Wir treffen den jungen Fußballer Alex Hunter, der seinem Vater nacheifern und Fußballprofi werden möchte. Man durchlebt die wichtigsten Stationen auf dieser Reise: der erste Ruhm, der erste Wechsel, die ersten Titel. In FIFA 19 begleitet ihr ihn durch weitere Wechsel und Krisen. The Journey war nicht revolutionär, fügte sich allerdings ausgezeichnet in das Gesamtkonstrukt FIFA ein und war durch seine aufwendige Inszenierung und die vielen Cameo-Auftritte bekannter Stars wie Cristiano Ronaldo oder Thierry Henry enorm atmosphärisch. Nach dem Ende von The Journey versuchte EA Sports etwa im Volta-Modus, diverse Story-Elemente einzubinden. Dies wirkte allerdings eher wie ein schlechter Kompromiss.
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Quelle: EA Sports / Medienagentur plassma
Bitte lächeln! Der optionale Torjubel gehört in der FIFA-Serie inzwischen zum guten Ton. In Online-Matches ist er allerdings eher unbeliebt.
FLOP - Halbherzig beim Frauenfußball
Seit FIFA 16 laufen auch Frauen-Teams in der Sportspielserie auf dem Rasen auf. Doch auf die Freude folgte schnell Ernüchterung. Denn außer dem "Wir sind dabei"-Faktor gab es nicht wirklich viel, was man mit den Damen anstellen konnte. Das Problem: In keinem der großen Spielmodi tauchten sie auf - weder in der Karriere noch in FUT.
Dazu spielten sie sich gerade in den früheren Teilen nahezu identisch wie die Männer. In FIFA 23 herrscht ebenfalls noch ein Ungleichgewicht. Beispielsweise stehen bei den Wettbewerben lediglich zwei Ligen der Damen 33 Ligen der Herren gegenüber.
Immerhin lernte EA Sports über die Jahre dazu und setzt im aktuellen Ableger mit Cover-Star Sam Kerr ein erstes Zeichen. Zudem steuern sich die Spielerinnen diesmal dank Hypermotion-2-Technologie deutlich anders und sind somit eine Alternative. Außerdem könnt ihr mit ihnen auch im Volta- oder Pro-Clubs-Modus spielen - Letzteres funktionierte auch schon in FIFA 22.
Quelle: EA Sports / Medienagentur plassma
Über die Jahre erweiterte EA Sports die Darstellung des virtuellen Publikums. In FIFA 23 herrscht auf den Rängen deutlich mehr Leben und die Fans reagieren dynamisch auf die Entwicklungen auf dem Platz.
Die Entwicklung ist also da, doch EA Sports geht in FIFA 23 noch nicht den ganzen Weg - im Gegensatz zur Eishockey-Simulation NHL 23 aus eigenem Hause. Denn dort könnt ihr bereits Spielerinnen in euer Hockey Ultimate Team aufnehmen. Ihre Werte sind dabei im Vergleich mit den Männern absolut gleichwertig.
So weit geht man bei FIFA (noch) nicht - und deshalb ist die losgetretene Entwicklung bislang gut gemeint, aber leider allzu halbherzig umgesetzt.
Damit sind wir auch schon am Ende unserer Top- und Flop-Bestenliste angelangt. FIFA gehört zu den bekanntesten und zugleich umstrittensten Franchises auf dem Markt. Deshalb ist es auch stets ein Spiel der großen Emotionen. Jeder, der mal online mit offenen Mikrofonen gezockt hat, wird wissen, wovon wir an dieser Stelle sprechen. Aber das ist in der Fan-Kurve im Stadion bekanntermaßen nicht anders.
Aus FIFA wird im kommenden Jahr EA Sports FC. An den Grundfesten der Serie wird sich dadurch höchstwahrscheinlich nichts ändern - ganz egal, wie umstritten die Lootbox-Politik seitens EA Sports sein mag. FIFA wird das Fußball- und Sportspiel-Genre auch unter neuer Flagge dominieren und alljährlich Millionen von Fans an die Controller locken. Da sind wir uns sicher!
