FIFA 20 in der gamescom-Vorschau: Viel Licht und viel Schatten - jetzt mit Video!

Special David Benke
FIFA 20 in der gamescom-Vorschau.
Quelle: Electronic Arts

Auch in diesem Jahr wartet Publisher Electronic Arts wieder mit einer neuen Ausgabe der hauseigenen Fußballsimulation auf. FIFA 20 verspricht dabei, den Vorgänger nochmal zu toppen und der beste bisher da gewesene Ableger der Serie zu werden. Aber ist das überhaupt möglich? Oder versprechen die Verantwortlichen hier vielleicht zu viel? Wir haben uns das auf der gamescom mal angeschaut.

Controlled Tackling, Composed Finishing, Football-informed Motion - zumindest was die Namen der neuen Features betrifft, lassen die Entwickler von FIFA 20 keine Innovationen vermissen. Ob hinter den feschen Bezeichnungen aber auch handfeste Inhalte stecken, davon haben wir uns auf der gamescom 2019 selbst überzeugt. Dort konnten wir die Fußballsimulation gleich mehrere Stunden lang auf Herz und Nieren prüfen - angefangen beim überarbeiteten Karriere-Modus.

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Der bietet jetzt einen umfangreichen Charakter-Editor, mit dem ihr euch einen eigenen Manager-Avatar erstellen könnt. Der taucht dann auch prompt in den neuen Pressekonferenzen, Interviews und Spielergesprächen auf, in denen ihr eure rhetorischen Fähigkeiten unter Beweis stellen müsst. Dumm nur, dass eure Figur dabei nie etwas sagt. In den Szenen herrscht immer gespenstische Ruhe, der eigentliche Dialog findet nur in Untertiteln statt. Wir haben die Sequenzen deshalb bereits nach wenigen Malen geskippt. Auch von der angeblich verbesserten Management-KI der anderen Mannschaften haben wir nicht viel mitbekommen. Gleich in unserer ersten Transferperiode wechselte Kingsley Coman von München nach Leverkusen. In unserem ersten Saisonspiel lief Gegner RB Leipzig gleich mit sieben Nachwuchsspielern in der Startelf auf. Chance vertan. (jetzt kaufen )

Volta: Kicken im Stil von FIFA Street

In Volta kickt ihr trickreich im Stil von FIFA Street. Quelle: Electronic Arts In Volta kickt ihr trickreich im Stil von FIFA Street. Auch vom Volta-Modus in FIFA 20 sind wir noch nicht endgültig überzeugt. Besonders was die Inszenierung betrifft, lässt das Käfig- und Hallengebolze zu wünschen übrig. Im Story-Modus bekommt ihr eine überzogen dramatische Geschichte über ein paar junge, hippe Straßenkicker erzählt, die sich für die World Championships qualifizieren wollen, dafür aber ganz unten anfangen müssen. Zudem riecht der Modus verdächtig nach Mikrotransaktionen. Im Menü könnt ihr neben Team-Taktiken und Skills nämlich auch euer Aussehen anpassen - im Austausch gegen Volta Coins, die ihr aktuell für absolvierte Spiele bekommt. Es ist aber gut vorstellbar, dass die Ingame-Währung später aber auch gegen Echtgeld verfügbar sein wird.

Immerhin spielerisch bietet der Volta-Modus Unterhaltung. In den Matches zwischen den kitschigen Cutscenes - oder in den alternativen Modi Volta League und Volta Tour - bekommt ihr nämlich spaßige, arcadige Fußball-Action im Stil von FIFA Street geboten. Tricks lassen sich sehenswert aneinanderreihen, Pässe von Banden abprallen lassen und Schüsse artistisch im Tor versenken.

Auch über das Gameplay der "normalen" Spielmodi gibt es einiges zu sagen. So fühlt sich die Rasen-Action in FIFA 20 insgesamt etwas langsamer an, drehen sich Spieler nun doch merklich schwerfälliger. Zudem führen Grätschen nun seltener zum Erfolg und flinke Verteidiger wie Raphael Varane oder VIrgil van Dijk laufen euch nun nicht mehr ständig den Ball ab. Apropos laufen: Eure Ausdauerleiste leert sich gefühlt schneller, wenn ihr zu viel oder zu lange sprintet. Auf der negativen Seite zeigten sich die neuen Straf- und Freistöße etwas fummelig sowie Schlenzer aufs lange Eck, der Croqueta-Skillmove und Auto-Defending noch immer zu effektiv.

Meinung

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