FIFA 10 - jetzt im Handel: Test des Fußball-Hits

Test Andreas Szedlak

Test von FIFA 10: EA legt im Titelkampf vor und schickt seine Stars einige Wochen vor Konamis PES aufs Feld. Favorit oder Außenseiter – unser FIFA 10-Test zeigt es!

Alles flotter

FIFA 10 Quelle: http://www.cynamite.de FIFA 10 Während der Entwicklung hat EA das User-Feedback zum Vorgänger genau studiert. Vielen Wohnzimmer-Kickern war FIFA 09 wohl etwas zu träge und sie empfanden das Spieltempo als zu langsam. EA hat seine Schlüsse daraus gezogen und die Reaktionszeiten der Akteure verkürzt sowie das Kombinationsspiel deutlich vereinfacht. Da sich die Kicker insgesamt auch schneller bewegen und häufiger in den freien Raum starten, überbrückt man den Platz flotter als in FIFA 09. Für unseren Geschmack ist EA da allerdings zu sehr aufs Gaspedal gestiegen. Zwar hat man gleich Erfolgserlebnisse, da Ballstafetten simpler von der Hand gehen. Dafür ist das Spieltempo bei FIFA 10 höher, als man es von der echten Bundesliga oder Königsklasse gewohnt ist.

FIFA 10 Quelle: http://www.cynamite.de FIFA 10 Wer befürchtet, dass wegen des vereinfachten Angriffsspiels nun eine Torflut in den heimischen Fußballstadien losbricht, sei beruhigt. Verteidiger und Torhüter haben die passenden Antworten auf den erhöhten Sturmdrang. Recken wie Chelseas John Terry schließen jetzt eigenständig Lücken, wenn sich der Nebenmann aus der Abwehrkette löst und treffen beim Grätschen häufiger das Leder statt die Knochen. Außerdem werfen sich die Verteidiger mutig in die Schussbahn oder klären spektakulär per Flugkopfball.
Allerdings fiel uns beim Test auf, dass die Defensivspieler häufig zu weit von ihren Gegnern entfernt stehen. Ein Blick ins Taktikmenü verrät die Ursache dafür: Die Werte für Aggressivität, Pressing und Kompaktheit sind standardmäßig zu niedrig eingestellt – da hat es EA wohl gut mit den Angreifern gemeint. Per Schieberegler lässt sich das Problem im Taktikmenü aber schnell beheben und das Arbeitsaufkommen des Torhüters deutlich verringern. Gute Keeper pflücken Flanken zuverlässig runter oder fausten die Kugel weit genug weg. Außerdem glänzen die Goalies mit schnellen Reflexen, lassen sich aber zu leicht per Heber vom Stürmer überlisten.

Alles dreht sich um uns

Schweinsteiger (FIFA 10) Quelle: http://www.cynamite.de Schweinsteiger (FIFA 10) Dieses Mal hat FIFA zudem einen neuen Spielmodus an Bord. Beim Virtual-Pro-Modus seid ihr der Star! Erstellt einen Spieler, der aussieht wie ihr, euren Namen trägt und in eurer Lieblingsmannschaft kickt. Ähnlich wie beim Be-a-Pro-Modus verbessert ihr eure Stärkewerte durch jede Torvorlage und jeden Treffer, egal ob im Freundschaftskick, Ligaspiel oder Online-Match. Allerdings steuert ihr bei Virtual Pro die ganze Mannschaft und nicht nur euer Ebenbild. Ihr müsst also nicht warten, bis euch jemand die Kugel zuschiebt.
Neben den genannten Spielvarianten gefällt auch der Lounge-Modus. Hier dürft ihr eurem Gegner 50 Prozent der Stärkewerte rauben oder ihn mit fünf Gelben Karten vorbelasten. Natürlich könnt ihr auch die Meisterschaften aller wichtigen und weniger wichtigen Ligen nachspielen – die 2. Bundesliga ist auch wieder dabei, ebenso wie der DFB-Pokal.
Dank des riesigen Lizenzpakets kommt wieder ganz schnell Live-Atmosphäre auf, denn alle Trikots sowie zahlreiche Spielergesichter und Stadien kennt man so vom TV. Viele Stars wie Drogba, Ronaldo oder Schweinsteiger sind fast perfekt getroffen. Bei einigen deutschen Nationalspielern haben die EA-Grafiker aber geschlampt. Thomas Hitzlsperger ähnelt dem Original ebenso wenig wie Piotr Trochowski – das macht PES 2010 besser, nächsten Monat gibt es den Test des großen Rivalen!

Auf der letzten Seite geht's zur Wertung.

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