Mehr Atmosphäre, mehr Spannung -- dieses Jahr will die Fifa-Reihe mit Fan-Emotionen auftrumpfen. Spielerisch dagegen bleibt vieles unverändert.
Übertragungsschwierigkeiten
Auch so mancher Grafikkarte passen die Effekte gar nicht in den Kram. Im Test verkamen die schönsten Wiederholungen auf vielen Karten zur Diashow. Obwohl das eigentliche Spiel problemlos über den Monitor lief. Gezielt abschalten lassen sich diese Effekte nicht, die grafischen Einstellungsmöglichkeiten beschränken sich auf die Stufen »niedrig«, »mittel« und »hoch«. So sehr wir es begrüßen, unnötigen Schnickschnack aus Optionsmenüs zu verbannen -- manchmal ist mehr eben doch mehr.
Aber wie schon die Vorgänger leidet auch Fifa 07 unter einer verkorksten Menüführung. In den zig Untermenüs haben wir des Öfteren den Faden verloren. Dezent übertrieben fanden wir auch die Tatsache, dass wir das Speichern des Spielstandes satte vier Mal bestätigen müssen.
Wenn zwei sich streiten
Nicht nur die Menüs stiften Verwirrung, auch das Kommentatoren-Duo Tom Bayer und Sebastian Hellmann (normalerweise auf Premiere zu hören) ist sich nicht immer ganz einig. Da amüsiert sich der eine über lausiges Abwehrverhalten, das vom Kollegen wenige Sekunden zuvor in den höchsten Tönen gelobt wurde. Oftmals ist das Spielgeschehen auch ein bisschen zu temporeich für die zwei Experten. Trotzdem schlägt sich der Kommentar im Vergleich zu vielen Genre-Konkurrenten sehr gut. Die Einwürfe wirken durchweg spontan und nicht emotionslos vom Papier abgelesen.
Tom Bayer und Sebastian Hellmann fassen damit Fifa 07 gut zusammen. Zur Oberklasse gehört die Fifa-Serie nicht, sie behauptet sich aber gewohnt souverän. Wenn Sie auf die Interaktiven Ligen pfeifen können, sollten Sie sich Fifa 06 anschauen. Das ähnelt seinem Nachfolger doch sehr, ist aber deutlich günstiger zu haben. Wir stellen Ihnen die Budget-Alternative in diesem Heft auf Seite 132 noch einmal vor.
