F1 Manager 2023 im Test: Zumindest der Sprung aufs Podium gelingt

Test Michael Grünwald
F1 Manager 2023 im Test: Zumindest der Sprung aufs Podium gelingt
Quelle: Frontier Developments

Der F1 Manager 2023 ist erhältlich. Ob die Management-Simulation im Vergleich zum Vorjahr einen Gang hochschalten kann, erfahrt ihr in unserem Test.

Doch so richtig viel Tiefgang besitzt der F1 Manager wieder nicht. Es lassen sich zwar Verträge abschließen, Fabrik, Simulator sowie Windkanal verbessern, Upgrades erforschen, und auch Talente aus den Nachwuchsklassen scouten, doch es fehlt nach wie vor an wichtigen Aspekten in der Management-Simulation. Wir geben lediglich Geld für Verbesserungen aus und warten im Anschluss auf die Fertigstellung. Eine Auswahl an verschiedenen Möglichkeiten haben wir meistens nicht. Die Weiterentwicklung der Fahrzeuge wurde direkt aus dem Vorgänger entnommen. Immerhin sind Forschung und Entwicklung aber interessant und braucht nicht unbedingt eine Überarbeitung.

Besser als die Realität

Die größte Neuerung ist die Implementierung des Race-Replay-Modus. Dort lassen sich die Rennen der realen Formel-1-Saison nachspielen. Dazu haben wir zwei Möglichkeiten: Einerseits fahren wir einen kompletten Grand Prix und sollen die Platzierungen der echten Fahrer schlagen. Andererseits gibt uns das Spiel pro Strecke ein Szenario vor, bei dem wir während des Rennens einsteigen und unsere Fahrer zu besonderen Leistungen managen müssen. Uns steht dann eine bestimmte Anzahl an Runden zur Verfügung, um die Herausforderung zu bewältigen.

Der Alpha Tauri von Tsunoda auf der Strecke in Spanien Quelle: Frontier Developments Variante eins nennt sich Starting Grid. Wir wählen zu Beginn ein Team aus und versuchen, durch gelungene Strategieentscheidungen im Fahrerfeld nach vorne zu kommen. Unser großer Vorteil: Aus der Realität wissen wir beispielsweise, dass es im Rennen regnen wird. Darauf können wir rechtzeitig reagieren.

Es ist also der perfekte Modus für die Hobby-Teamchefs, die sich jeden zweiten Sonntag über die misslungenen Entscheidungen des Ferrari-Kommandostands lustig machen. Zumindest virtuell können wir mit Starting Grid Charles Leclerc und Carlos Sainz wieder ein Lächeln aufs Gesicht zaubern.

Dazu gibt's dann noch Race Moments. Hier fahren wir kürzere Szenarien und werden mitten ins Renngeschehen geworfen. In Österreich sollen wir trotz Track-Limits-Strafe gegen Carlos Sainz mit beiden Ferrari-Piloten aufs Podium kommen. Wieder müssen wir uns eine gute Taktik zurechtlegen, um am Ende jubeln zu dürfen.

In Bahrain ist es unser Ziel, Alex Albon mit seinem Williams überraschend in die Punkteränge zu leiten. Für jeden gefahrenen Grand Prix gibt es bereits ein Szenario und der Modus wird in den nächsten Wochen und Monaten nach jedem realen Rennen um eine Herausforderung erweitert.

Leichter Unfall zwischen Russell und Sainz in der ersten Schikane von Monza Quelle: Frontier Developments

Dickes Lizenzpaket

Da passt es ganz gut, dass der F1 Manager 2023 erneut alle Lizenzen der offiziellen Formel-1-Saison besitzt. Neben den zehn Teams lassen wir die Piloten ebenfalls über alle 23 Kurse heizen. Neu ist in diesem Jahr die Strecke auf dem Strip von Las Vegas, und mit Katar kehrt ein weiteres Wüstenrennen zurück.

Auch die sechs Sprintrennen feiern ihr Debüt. Im Vorgänger haben diese nämlich noch gefehlt. Allerdings hat es das aktuelle Wochenendformat nicht ins Spiel geschafft. Die Sprintrennen legen nach wie vor die Startaufstellung für den Grand Prix am Sonntag fest. In der Realität findet für den Sprint mittlerweile ein eigenes verkürztes Qualifying statt.

Echte Teammitglieder sind im Spiel wie schon im Vorgänger enthalten. Die realen Funksprüche zwischen Renningenieuren und Fahrern wurden erweitert und sind nach wie vor ein tolles Feature, das die Immersion steigert.

Klasse Racing mit kleinen Abzügen

Die absoluten Stärken hat der F1 Manager wieder bei der Action auf der Strecke. Die Rennen sind spannend und unsere Strategieentscheidungen wirken sich mehr aus als noch im Vorgänger. Das liegt unter anderem daran, dass uns die KI deutlich mehr fordert. Gerade bei wechselhaftem Wetter oder chaotischem Rennverlauf lassen sich unsere Gegner nicht mehr so leicht ausstechen. Perfekt agieren sie allerdings ebenfalls nicht und das ist auch gut so.

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