Nach über 30 Jahren erzählt der Finne Renny Harlin die Vorgeschichte zum bösesten Horrorfilm aller Zeiten
Reigen der Regisseure
Die Dreharbeiten zu "Der Exorzist -- Der Anfang" standen anfänglich unter keinem guten Stern. Ursprünglich sollte Hollywood-Ikone John Frankenheimer ("Ronin") Regie führen, doch einen Monat vor seinem Tod trat er auf eigenen Wunsch von dem Projekt zurück. Dann verpflichteten die Produzenten den Drehbuch-Autoren Paul Shrader ("Die letzte Versuchung Christi"), doch seine fertige Version des Films konnte die Geldgeber nicht zufrieden stellen.
Shraders Inszenierung war ihnen zu subtil und verzichtete zudem völlig auf blutige Gewaltdarstellungen. Angeblich soll sein Werk dennoch in Kürze auf DVD veröffentlicht werden. Der Kelch wurde schließlich an Renny Harlin ("Stirb langsam 2") weiter gereicht. Der ansonsten eher im Action-Genre beheimatete gebürtige Finne sollte dem Prequel die gewünschte Intensität verleihen.
In den mageren DVD-Extras berichtet Harlin in "Behind the Scenes" (ca. 8 Min., deutsche Untertitel) davon, dass er sich vor den Dreharbeiten bei einem Unfall ein Bein brach und deshalb am Set an Krücken gehen musste. Klar, dass die abergläubischen Filmleute diesen Vorfall als böses Omen auslegten und man fortan munkelte, über der Produktion würde ein Fluch liegen. Weitere Einblicke in die Entstehung des Films gibt der Regisseur im Kommentar (keine Untertitel). Des weiteren hat es lediglich der Original-Kinotrailer auf die DVD geschafft.
