Dänemark-Export Mads "Le Chiffre" Mikkelsen muss feststellen, dass Finanzgeschäfte lebensgefährlich sein können
Mads Mikkelsen wandelt sich vom karrieregeilen Angestellten zum knallharten Action-Rächer
Dass Skandinaviens Filmmarkt mehr zu bieten hat als Ingmar Bergman, die Olsenbande und Dogma 95 haben Kinofreunde natürlich längst registriert. Bemerkenswerte Beiträge unterschiedlichster Genres kommen vorwiegend aus Schweden und Dänemark: "Babettes Fest", "In China essen sie Hunde", "Raus aus Åmål" oder "Wie im Himmel" sind dafür nur einige Beispiele. Charaktergesichter wie Mads Mikkelsen ("Casino Royale") wurden zum Aushängeschild nordeuropäischer Schauspielkunst und ließen die übermäßig oft als Exportbeispiel bemühte Brigitte Nielsen beinahe in Vergessenheit geraten.
Konzern-Intrigen
Die Drahtzieher schrecken nicht davor zurück, Unschuldige für ihr Ziel zu missbrauchen
In der schwedischen Produktion "Exit" spielt Mikkelsen den in Stockholm lebenden, beruflich erfolgreichen Familienvater Thomas Skepphult, dessen heile Welt aus den Fugen gerät, als er eines Tages von seiner dunklen Vergangenheit eingeholt wird. Mitten in den schwierigen Verhandlungen über einen lukrativen Firmenverkauf wird sein langjähriger Mentor und Ziehvater Wilhelm Rahmberg (Börje Ahlstedt) ermordet aufgefunden. Die Polizei verhaftet Thomas als Verdächtigen.
Bald darauf erhält er einen Anruf von einem Unbekannten. Dieser behauptet, Thomas’ tot geglaubter, ehemaliger Partner Morgan Nordenstrale (Samuel Fröler) zu sein, dem vor sieben Jahren die Kontrolle über die Firma entzogen wurde. Nun will Nordenstrale Rache und viel Geld und bedroht Thomas’ Frau und kleine Tochter. Um seine Familie vor dem Erpresser zu beschützen, ist Thomas kein Preis zu hoch.
Das stilvolle DVD-Menü im "Fahrstuhldesign" präsentiert als Extra u.a. eine Diashow mit 14 Storyboards, die mit Filmausschnitten verglichen werden können. Das knapp halbstündige Making of enthält neben Lob auch Interessantes.
