Von wegen, Drachen sind ausgestorben! Begleiten Sie Eragon auf seiner Reise -- inklusive Massenkloppereien, Flammenspucken und Brandstiften!
Hex hex!
In einem Fantasy-Spiel darf Magie nicht fehlen. Eragon lernt im Laufe seines Abenteuers immer mehr Zauber, mit denen er sich die widerlichen Urgals vom Leib hält. Zu Beginn kann er zwar nur Fieslinge durch die Gegend schubsen. Später können wir die Monster sogar in Brand setzen oder magische Pfeile abschießen.
Mit Zaubern räumen wir auch versperrte Wege frei -- das sind die vielen kleinen Rätseleinlagen in Eragon. Im Trutzturm beispielsweise finden wir erst nach einiger Zeit eine Wand mit der Zauber-Markierung, eine Hand. Ein kurzer Tastendruck, und aus der Wand fallen Steinbrocken. An den entstandenen Lücken hangeln wir uns dann elegant lang.
Und dann ist da noch Drachendame Saphira: In einigen Szenen rufen wir sie herbei, damit sie mit ihrem Feueratem ein Feld in Brand steckt. Oder wir reiten auf ihr und schießen lästige Ra’zac ab. Allerdings steuern wir Saphira nur minimal, um Bäumen oder Pfeilen auszuweichen: Der Drache steht quasi auf Autopilot und folgt einer festgelegten Flugroute.
Strichmännchen
Apropos Film: Das Spiel basiert auf dem Film, der im Dezember in die Kinos kommt. Die Story wird in Zwischensequenzen nur kurz angerissen. Immerhin erfährt man mehr von der Geschichte, als zum Beispiel bei Der König von Narnia. Die Zwischensequenzen sind aber nicht wie im Narnia-Spiel aus dem Film übernommen. Sondern Renderszenen leidlicher Natur, die von allerhand grafischen Effekten überlagert sind. Dem einen mag das gefallen, der andere wird’s altmodisch finden.
Leseratten werden zudem Szenen vermissen. So wurde die Wanderung durch die Wüste komplett gestrichen. Auch der Schlusskampf gegen Durza, einen Obermotz des Königs, wurde umgeschrieben. Statt eines Kampfes in der Zwergenstadt gibt es nun einen actionreichen Luftkampf zwischen Eragon und Durza.
Lauscher auf
Eragon macht dank einfacher Bedienung Spaß. Aber nur für kurze Zeit -- nach sechs Stunden hatten wir Durza besiegt, die Credits sausten über den Bildschirm. Trotzdem verleitet ein übersehenes Drachenei noch mal dazu, die eine oder andere Szene zu starten. Das liegt nicht zuletzt auch an den hübsch gestalteten Schauplätzen, wobei die grünen Wald-Levels sehr viel besser aussehen, als die gräulichen Städte.
Auch an der Synchronisation gibt’s nichts zu meckern -- die Charaktere geben ihre Handvoll Sätze in wohldosierten Mengen von sich, statt uns andauernd schwachsinnige Sprüche reinzudrücken. Und noch besser ist die stimmige orchestrale Hintergrundmusik.
