Empire Earth 2: The Art of Supremacy

Test

Neun Monate nach Empire Earth 2 kommt ein Addon auf die Welt. Lohnt sich die Nachwuchs-Anschaffung?

Empire Earth ist wie Civilization auf Speed: Echtzeit-hektisch kämpfen wir uns durch die Jahrtausende, mit Keulenschwingern, Gewehrschützen, irgendwann mit Gleitbombern und Kampfrobotern. Auch das neue Addon Art of Supremacy spannt den historischen Bogen weit. Drei Kampagnen mit je fünf Missionen gibt's: Ägypten um 2180 vor Christus, Russland von 1805 bis 1813 (ah, Napoleon!) sowie ein dezent abgedrehter Feldzug in Afrika, von 2037 bis 2039. Abgedreht, weil wir hier Löwen abwehren müssen, die uns ein böser Industriegigant auf den Hals hetzt. Oder eine Herde Kühe durchs Feindgebiet schleusen sollen. Wohlgemerkt, rund 30 Jahre in der Zukunft ...

Dicke Dinger

Schön: Während einer laufenden Mission können wir einzelne Einheiten befördern, sobald sie genug feindliche zerlegt haben. Und solche Elite- oder Veteranentruppen kriegen keine winzigen Symbole verpasst, sondern wachsen selber: Ein Veteranengeschütz ist dann überdimensional groß. Das sieht zwar nach Comic aus, hilft im Gewusel aber ungemein.

Ist aber auch dringend nötig: Wie im Hauptprogramm stehen wir ständig unter Feuer, von überall her dreschen Gegner auf uns ein. Zum Glück ist das Addon aber nicht mehr so unfair schwer. Zumal wir für erledigte Nebenziele (etwa alle Kühe gerettet) vor der jeweils nächsten Mission neuerdings Extratruppen oder -beförderungen bekommen.

Flache Dinger

Unschön: Optisch hinkt das Addon aktuellen Titeln um Jahrhunderte hinterher -- vor allem Age of Empires 3. Die Einheiten wirken zweidimensional, die Landschaften platt. Und drumrum? Hässliche Standbilder bereiten uns auf den nächsten Einsatz vor. Bah!

Martin Deppe

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