Bevor es an die Aufnahme geht, werfen wir einen Blick auf die Einrichtung, die wichtigsten Features und die Systemvoraussetzungen der 4K S.
Die Einrichtung
Die Einrichtung ist wirklich recht simpel und erfolgt ganz nach dem Motto Plug-and-Play. Von OBS wird die Capture Card direkt ohne Probleme erkannt und ist sofort einsatzbereit. Ihr könnt aber natürlich auch auf die kostenlose hauseigene Software von Elgato zurückgreifen. Ladet euch dazu einfach das Elgato Studio herunter und legt direkt los. Die Benutzeroberfläche ist auf jeden Fall überschaubarer und einsteigerfreundlicher als bei OBS, bietet euch aber auch weniger Möglichkeiten. Für einfache Gameplay-Aufnahmen ist sie dennoch die empfehlenswertere Option.
Quelle: Elgato
Die Einrichtung ist wirklich simpel. Einfach Konsole, Monitor und PC anschließen und los geht's!
Mit der Elgato Game Capture 4K S könnt ihr aber nicht nur in 4K und 60 FPS aufnehmen. Schraubt ihr die Auflösung etwas herunter, stehen euch bei 1440p auch 144 und 120 FPS zur Auswahl, bei 1080p sogar 240 FPS. Außerdem unterstützt die Full-HD-Auflösung HDR10 bei 30 und 60 FPS. Damit lassen sich deutlich mehr Farben realitätsgetreu abbilden, was sich in der Sättigung und dem Hell-Dunkel-Verhältnis zeigt. Wer dieses Feature auch bei einer höheren Auflösung nicht missen möchte, muss dann allerdings zu der teureren Elgato 4K X greifen.
Weitere Features
Neben der Auflösung und den Frames-per-Second sind weitere Stärken der Elgato Game Capture 4K S die Unterstützung von VRR und ALLM. Aber was ist damit genau gemeint?
VRR - die Variable Refresh Rate - ist mittlerweile fast schon Standard, vor allem auf dem PC. Sie sorgt dafür, dass sich die Bildrate von Grafikkarte oder Konsole automatisch dem Bildschirm anpasst. Das Ergebnis: kein Tearing (Bildreißen), kein Ruckeln, einfach ein sauberes, flüssiges Bild.
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Die Anschlüsse sind recht überschaubar. Auf der Vorderseite findet ihr noch ein Audio Line In.
Deutlich interessanter ist aber das ALLM-Feature. Das senkt nämlich die Latenz beim Durchschleifen des Videosignals. Die Spiele reagieren so direkt, als würde man sie ohne Capture Card direkt am Monitor zocken. Dadurch benötigt ihr, wie bereits erwähnt, nicht unbedingt einen zusätzlichen Bildschirm, um gleichzeitig zocken und aufnehmen zu können. In Singleplayer-Titeln funktioniert das auch ziemlich gut, doch bei schnellen Online-Games wie Shootern oder Sportspielen kann das kleine Extra an Reaktionsgeschwindigkeit dann doch den Unterschied machen.
Euer Setup
Damit ihr die Elgato Game Capture 4K S optimal nutzen könnt, solltet ihr mindestens einen Intel-Core-i5-Prozessor der 8. Generation (oder höher) oder einen AMD Ryzen in eurem PC oder Laptop verbaut haben. Nutzt ihr Apple, braucht ihr einen M1 Prozessor oder besser.
Außerdem benötigt ihr eine NVIDIA-GeForce-RTX-Grafikkarte oder gleichwertig. Mit einer GTX 1650 Ti haben die Aufnahmen aber auch funktioniert. Ein USB-C-Anschluss ist ebenfalls zwingend notwendig.
Fazit
Als günstigere Alternative zur 4K X bekommt ihr mit der Elgato Game Capture 4K S eine ziemlich gute Möglichkeit, hochqualitatives Gameplay verlustfrei aufzunehmen oder streamen zu können. Das Gerät punktet vor allem durch sein kompaktes Design und die unkomplizierte Einrichtung. Wem schnellere FPS und eine HDR-Unterstützung auch bei höherer Auflösung wichtig sind, der muss allerdings zur X-Variante greifen. Ob euch das aber den Aufpreis von knapp 70 Euro wert ist, müsst ihr am Ende selbst entscheiden. Das kommt ganz auf eure Bedürfnisse an. Transparenzhinweis: Die Test-Hardware wurde von Elgato zur Verfügung gestellt.
