Oskar Roehler verfilmte Michel Houellebecqs Kultroman um die Nöte zweier Brüder mit Moritz Bleibtreu und Christian Ulmen.
Bruno denkt schon als Jugendlicher nur an Sex
Erfolgsproduzent Bernd Eichinger ("Der Untergang", "Das Parfum") bezeichnet seine Idee, Oskar Roehler die Verfilmung des pessimistischen Houellebecq-Bestsellers anzutragen, als völlig logisch: Roehler sei als "Bündel von Neurosen" genau der richtige Mann für eine Adaption gewesen. Wer daraufhin annahm, Roehler würde Eichingers Imperium nun als Drehbuchautor und Regisseur subversiv unterwandern, hat sich geirrt. Der Film wirkt weder übermäßig politisch unkorrekt noch besonders anstößig. Von den Analysen intimer Vorgänge, philosophischen Einschüben und dem zynischen Weltekel des Originals findet sich kaum eine Spur -- von einem Skandal, wie ihn Houellebecqs radikaler Roman verbuchen konnte, ist der Kinofilm weit entfernt. Das alles ist dank der bestechenden Schauspieler nicht weiter schlimm.
