Oskar Roehler verfilmte Michel Houellebecqs Kultroman um die Nöte zweier Brüder mit Moritz Bleibtreu und Christian Ulmen.
Lust und Leid
Roehler verlegte die provokante Geschichte von Paris nach Berlin und Umgebung. Der utopische Aspekt von der Abschaffung der Sexualität und der Trennung von Sex und Fortpflanzung ist bei ihm nur noch ein Thema am Rande.
Bruno (Moritz Bleibtreu) findet mit Christiane (Martina Gedeck) endlich eine Frau, die zu ihm passt
Das von Roehler angeblich erst nach drei Jahren und 15 verschiedenen Fassungen fertig gestellte Drehbuch konzentriert sich auf die Traumata der Halbbrüder Michael (Christian Ulmen) und Bruno (Moritz Bleibtreu), die aufgrund der Vernachlässigung durch ihre selbstsüchtige Hippie-Mutter (Nina Hoss) keine normalen Beziehungen führen können. Michael ist Molekularbiologe und sexuell desinteressiert, Bruno Deutschlehrer und sexbesessen.
Rabenmutter: Jane (Nina Hoss) auf Stippvisite
Die Isolation der beiden Männer wird beendet, als sie zwei ebenfalls vereinsamten Frauen begegnen. Michael, der an der künstlichen Reproduktion von Organismen ohne körperlichen Kontakt forscht, findet in seiner ehemaligen Schulfreundin Annabelle (Franka Potente) unverhofft die Liebe seines Lebens. Bruno lernt in einem Esoterikurlaub Christiane (Martina Gedeck) kennen und kann endlich ungestraft seine Fantasien ausleben. Kurz nachdem sich die Paare gefunden haben, erkranken beide Frauen schwer.
