Elektra

Test Patrick Köllner

Totgesagte leben länger -- Jennifer Garner poliert als Comic-Heroine Elektra ihren Gegnern die Fresse

Die Welle der Comic-Adaptionen rollt und rollt. Nachdem "Spider-Man" 2002 mit einem Einspiel von 821 Mio. Dollar Experten die Kinnladen herunterklappen ließ, überschlugen sich Hollywoods Topmanager auf der Suche nach verfilmbaren Stoffen ähnlicher Anziehungskraft. Die beiden großen US-Verlage Marvel und DC Comics erweisen sich mit Hunderten verwendbarer Charaktere als schier unerschöpfliche Fundgrube.

Tatsächlich erwecken die Rekord-Einspielergebnisse von "X-Men 2" oder "Spider-Man 2" den Eindruck, als wären die Adaptionen eine Lizenz zum Gelddrucken. In Wahrheit aber ist nicht alles Gold, was glänzt. "Hulk" lief enttäuschend und Halle Berry machte als "Catwoman" nur in ihrem Leder-Kostümchen eine gute Figur.

Re-Animation

2003 kam mit "Daredevil" ein ordentlich ausgestatteter und prominent besetzter Liebling vieler Leseratten in die Kinos. Darin kämpfte die durch die TV-Serie "Alias" bekannt gewordene Texanerin Jennifer Garner als Klingen schwingende Elektra an Ben Afflecks Seite gegen die Schurken Bullseye und Kingpin.

Bereits in DVD VISION 09/2003 verriet uns Produzent Gary Foster, dass man anstelle eines "Daredevil 2" lieber der Nebenfigur Elektra zu mehr Eigenständigkeit verhelfen wolle. Im Januar 2005 war es dann soweit. "Elektra" kam in die US-Kinos, konnte dort aber nicht überzeugen.

Obwohl ihr am Ende von "Daredevil" gelinde gesagt übel zugesetzt wurde, arbeitet die perfekte Tötungsmaschine Elektra (Garner) im Spin-off als Auftragskillerin. Ihr nächster Job bereitet ihr allerdings Gewissensbisse. Zielobjekte sind die junge Abby (Kirsten Prout) und deren Vater Mark Miller (Goran Visnjic).

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