El Matador

Test David Bergmann

Der kleine Bruder von Max Payne will ganz groß rauskommen -- macht dabei aber zu viele Anfängerfehler.

In manchen Einsätzen sind sie mit Verstärkung unterwegs. Die Jungs folgen Ihnen dann und stellen sich recht geschickt an. In manchen Einsätzen sind sie mit Verstärkung unterwegs. Die Jungs folgen Ihnen dann und stellen sich recht geschickt an. Drogenbosse in Hawaiishirts und Handlanger in Feinripphemden -- El Matador zeichnet eine Welt, in der Klischees Realität werden. Eines dieser Klischees spielen Sie: Den unglaublich coolen Drogenfahnder Victor Corbet, der sich durch Szene-Discos, Drogen-Labors und Hinterhöfe ballert. Auf Knopfdruck können Sie dabei die Zeit verlangsamen und sich für einen kurzen Moment so fühlen, als würden Sie gerade Max Payne 2 spielen. Einige Stunden später werden Sie dann übrigens tatsächlich Max Payne 2 spielen, denn El Matador kann seinem Vorbild nicht das Wasser reichen.

Tode am laufenden Band

Regelmäßig kämpfen Sie gegen Bossgegner. Das sind entweder besonders starke Gangster oder auch mal Helikopter. Regelmäßig kämpfen Sie gegen Bossgegner. Das sind entweder besonders starke Gangster oder auch mal Helikopter. Von der Pistole übers Schrotgewehr bis zum Raketenwerfer -- mit 20 Bleispritzen rücken Sie den bösen Buben auf den Pelz. Das Problem: Die halten die gleichen Waffen in ihren Schmiergriffeln und zielen damit wie junge Götter. Denn die Gegner wissen immer, wo Sie gerade sind und landen gerne mal satte Volltreffer, die Sie mit einem Schuss niederstrecken -- ganz egal, wie viel Lebensenergie oder Rüstung Sie gerade tragen.

El Matador wird dadurch nicht nur stellenweise frustrierend, sondern auch zur Schnellspeicher-Orgie. Zwei Feinde ausschalten, Quicksave, um die Ecke lugen, erschossen werden, Quickload. Nicht gerade unsere Vorstellung eines kurzweiligen Ballerspielchens.

Immer langsam

In manchen Einsätzen sind sie mit Verstärkung unterwegs. Die Jungs folgen Ihnen dann und stellen sich recht geschickt an. In manchen Einsätzen sind sie mit Verstärkung unterwegs. Die Jungs folgen Ihnen dann und stellen sich recht geschickt an. Auch die zuschaltbare Bullet-Time kann die Gefechte nicht aufpeppen. Die ist viel zu schnell verbraucht und reicht gerade, um im Schneckentempo um die Ecke zu spicken. Zum Glück gibt’s ja den Zeitlupensprung, der unbegrenzt verfübar ist. Dumm nur, wenn uns nach der Landung in Echtzeit ein übrig gebliebener Spießgeselle den Kopfschuss verpasst.

Die KI-Gegner können zwar gut zielen, haben ansonsten aber nichts im Kopf. An richtig schweren Stellen verstecken wir uns einfach und nehmen die Burschen aus der Entfernung aufs Korn. Manchmal verwandeln sich die Drogendealer dann in aufgescheuchte Hühner, meistens bleiben sie schlichtweg still stehen.

Kein echter Schmerz

Wenn Sie sich auf den hohen Schwierigkeitsgrad und die KI-Macken einlassen können, wird El Matador Sie für knapp neun Stunden passabel unterhalten. Zumal die großen Levels fast schon fotorealistisch inszeniert sind und mit bombastischen Effekten zum Leben erweckt werden. Aber selbst dann werden Sie sich vermutlich den guten Max zurückwünschen.

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