Dungeons Of Hinterberg im Test: Charmanter Rätselspaß, der euch zum Jodeln bringt
Test
In Dungeons Of Hinterberg begebt ihr euch auf ein besonderes alpines Abenteuer. Das österreichische Indie-Team Microbird Games liefert euch Zelda-typischen Kampf- und Rätselspaß in einem völlig neuen Setting!
25 Dungeons und es geht noch weiter
In Hinterberg herrscht eine besonders starke Magie, die Monster und Dungeon-Portale erscheinen lässt. Neben Wanderern und Skifahrern zieht der Alpenort deshalb besonders Abenteurer wie Luisa an. In jedem Gebiet findet ihr einen Magieschrein, der euch zwei magische Fähigkeiten verleiht.
Die macht ihr euch sowohl im Kampf als auch beim Lösen der Rätsel zunutze. Einige der Fähigkeiten kommen euch aus anderen Genrevertretern verdächtig bekannt vor - Mit großen Kugeln und Bomben löst ihr auch in Zelda-Spielen schon seit Jahren Rätsel. Ein magisches Snowboard sorgt da schon für mehr Abwechslung.
Quelle: Curve Games
Dass ihr die überschaubaren Fähigkeiten auch nach zig Dungeons immer wieder auf verschiedene Weisen einsetzt, macht das Rätseln im Spiel aber besonders abwechslungsreich. Manchmal kommt ihr ins Grübeln, im Regelfall gehen die Puzzles aber leicht von der Hand und ihr schmunzelt über die kreativen Einfälle der Entwickler. In jeder der Welten wartet außerdem noch ein Boss-Gegner in einem der Dungeons auf euch.
Besonders ansprechend sind die experimentierfreudigen Teile des Spiels: So löst ihr nach vielen Stunden in der Third-Person plötzlich Puzzles aus der Top-Down-Ansicht. Kniffe wie diese lassen das Spiel trotz des repetitiven Gameplay-Loops immer wieder frisch wirken. Die Rätsel passen sich dabei immer dem Setting der Welten an.
Auch nach einigen Spielstunden warten neue Gimmicks auf euch, wie beispielsweise Loren-Puzzles, bei denen nicht nur um die Ecke gefahren, sondern auch gedacht werden will. Leider wirkt ausgerechnet der letzte Dungeon sehr uninspiriert, was der Erfahrung hinten raus einen gehörigen Dämpfer verpasst.
Die Perchten richtig aufmischen
Neben einer Menge Rätseln warten in Hinterberg auch fiese Monster auf euch. Die magischen Unholde sind an die sogenannten Perchten und andere Figuren aus dem österreichischen Brauchtum angelehnt. Ihr Design ist nicht zuletzt deshalb sehr unverbraucht und sie fügen sich gut in die Alpenumgebung ein.
Im Kampf führt ihr schnelle und schwere Attacken mit eurem Schwert aus. Mit geschickten Ausweichrollen entrinnt ihr gegnerischen Angriffen. Auch eure Magiefähigkeiten fügen den Monstern Schaden zu. Besonders mächtig sind eure Angriffsleiter, also sammelbare Spezialangriffe, die sich nach dem Einsetzen wieder aufladen müssen.
Quelle: Curve Games
Je nachdem, welchen der drei Schwierigkeitsgrade ihr auswählt, können die Gefechte recht heiß hergehen. Wer einfach nur die Geschichte genießen will, kann den Spielertod im Menü sogar ganz abstellen. Den fiesen Fratzen den Garaus zu machen, sorgt für die nötige Abwechslung zwischen den unzähligen Puzzleeinheiten. Neben den Angriffsleitern lassen sich auch verschiedene Amulette ausrüsten, die euch passive Fähigkeiten verpassen.
Unter den Angriffsleitern sind einige Fernangriffe, die nicht so einfach zu treffen sind - oft fehlen Markierungen, die uns zeigen, an welcher Stelle die Fähigkeit einschlägt. Besonders der Drehangriff hat aber noch ein ganz anderes Problem: Die sonst recht flüssige Bildrate ging hier bei unserer PC-Version etwas zu sehr in die Knie.
