Jäger und Sammler, aufgehorcht: Microsoft sucht unerschrockene Abenteurer für eine ebenso gigantische wie gefährliche Schatzsuche.
Schon bei Ihren Aufträgen stellen Sie fest, dass Sie alleine nicht weit kommen -- zu übermächtig sind Valdis Schergen. Da trifft es sich gut, dass Sie im Spielverlauf bis zu fünf Mitstreiter um sich scharen können. Auch mit einem größeren Grüppchen geht das Kämpfen und Zaubern leicht von der Heldenhand: Mit der linken Maustaste setzen sich Ihre Mannen in Bewegung. Mit der rechten Maustaste werden je nach Charakter und Situation die Klingen geschwungen oder Zauber gemurmelt. Zudem können Sie über diese Taste mit der Umgebung interagieren.
Damit sich das Mausrad nicht langweilt, wird auch ihm eine Funktion zuteil, nämlich das Drehen und Zoomen der Kamera. Trotz dieser Option wird's bei vielen Feinden gelegentlich sehr turbulent und unübersichtlich. Praktischerweise können Sie das Spiel jederzeit pausieren und Ihren Figuren neue Anweisungen geben, für ein Action-Rollenspiel treten diese Zwangsunterbrechungen aber zu häufig auf.
Sinnvoll und erfreulich ist hingegen, dass Sie oft benötigte Aktionen über Tastaturbefehle erledigen können: So stopfen Ihre Charaktere nach einer zünftigen Metzelorgie durch einen Druck auf die Z-Taste alle von den Feinden reichlich zurückgelassenen Schätze in ihre Rucksäcke.
FAZIT: Die Entwickler von Gas Powered Games haben keine Revolution programmiert, sondern behutsam an den Schwächen des ersten "Dungeon Siege" gefeilt. Die Story erfüllt diesmal ihren Zweck und bringt Ihnen den Clinch zwischen Gut und Böse nahe.
Am Spielprinzip scheiden sich die Geister: Mancher findet das ewige Gemetzel öde, Genrefans hingegen spielen sich auf der Suche nach immer fetterer Beute geradezu in einen Sammelrausch. Und dieser Rausch hält lange an: Bis zum Ende des Spiels können Sie locker 50 Stunden in Aranna verbringen.
Um Ihnen den Aufenthalt so angenehm wie möglich zu machen, haben sich die Entwickler gerade bei den verschiedenen Schauplätzen Mühe gegeben. Wenn Sie durch ein prächtiges Wäldchen streifen und dabei dem Plätschern des nahe gelegenen Baches lauschen, kommt fast schon Picknick-Laune auf. Einzig bei Nahaufnahmen ist der optische Eindruck nicht so prickelnd, den Charakteren hätten durchaus ein paar zusätzliche Details auf den Leib geschneidert werden können.
