Dragon's Dogma im Test: Das Open-World-Rollenspiel entführt euch in eine faszinierende Fantasywelt voller Magie, Drachen und Heldentaten. Wir habe Capcoms Fantasy-Spiel getestet.
Dragon's Dogma im Test! Resident Evil, Devil May Cry und Breath of Fire: Die vorherigen Werke des Teams hinter Dragon's Dogma sind international bekannte Hits, mit westlichen Open-World-Rollenspielen hat Capcom jedoch nicht sonderlich viel Erfahrung. Dragon's Dogma ist offensichtlich von Spielen wie Fable und der Elder-Scrolls-Serie inspiriert worden, birgt aber auch Anleihen von japanischen RPGs wie etwa Dragon Quest. Wir haben das Action-RPG getestet und verraten, was uns am Fantasy-Abenteuer gefallen hat und was nicht.
Während in Dragon's Dogma die Steuerung zwar überladen daherkommt und die Story gerade anfangs etwas braucht, bis sie in Fahrt kommt, macht Dragon's Dogma doch viel Spaß, da es unterhaltsame Kämpfe bietet. Im Folgenden findet ihr sämtliche Punkte, die uns an Dragon's Dogma gefallen haben - und was wir weniger mochten. Unterhalb des Tests findet ihr wie immer unser Testvideo.
Das hat uns an Dragon's Dogma gefallen:
Actionreich und flott
Ein Action-RPG lebt unter anderem von den Kämpfen. Dragon's Dogma macht hier vieles richtig: Die Duelle gegen Banditen und allerlei Untiere fühlen sich direkt und wuchtig an, Spezialangriffe, die Ausdauerleist und das Blocken sorgen für eine Prise Taktik. Ähnlich wie in Shadow of the Colossus habt ihr die zudem die Möglichkeit, auf größeren Feinden herumzukraxeln um deren Schwachstellen zu attackieren.
Buntes Kreaturenkabinett
Neben Fantasy-Standard-Gegnern wie Skeletten und Banditen erlegt ihr auf eurem Abenteuer auch große Brocken aus der Mythen- und Sagenwelt, die alle ansehnlich gestaltet wurden. Schon im ersten Level des Spiels trefft ihr auf eine furchteinflößende Chimäre. Dem Hybriden aus Ziegenbock, Löwe und Schlange könnt ihr mit dem eben erwähnten Kampfsystem den Schwanz und den zweiten Kopf abhacken.
Quelle: Videogameszone.de
Screenshots aus Dragon's Dogma, das wir getestet haben. (2)
Gemeinsam, nicht einsam
An eurer Seite kämpfen bis zu vier Vasallen, von denen ihr einen selbst im Editor gestalten und im sogenannten Rift, einer fremden Dimension, anderen Spielern zur Verfügung stellen könnt. Wird er auf die Reise eines anderen Abenteurers als Unterstützung angeheuert, kehrt er mit Erfahrung und Items zurück. Je nachdem, welche Klasse ihr gewählt habt, solltet ihr bei der Auswahl eurer Begleiter darauf achten, alle Bereiche abzudecken. Als Magier benötigt ihr zum Beispiel schlagkräftige Unterstützung.
Das hat uns an Dragon's Dogma nicht gefallen:
Technische Probleme
Beide Fassungen leiden unter Clipping-Fehlern, am Rand des Bildes prangen schwarze Balken, und die Farben und Texturen wirken recht verwaschen. Oft ploppen Personen oder Büsche erst auf, wenn ihr euch nähert. Die Xbox-Version ist etwas schwächer als die PS3-Ausgabe, bei der Texturen im direkten Vergleich etwas schärfer und Farben leuchtender wirken.
Schon mal gehört
Die Hintergrundgeschichte von Dragon's Dogma ist durchsetzt von Fantasy-Klischees: Ihr spielt einen Auserwählten, der zunächst als einfacher Fischer in einem Dörfchen wohnt und der dann loszieht, um die Welt zu retten. Auch die Gefährten wirken recht blass im Vergleich zu Begleitern in Titeln wie beispielsweise der Mass-Effect-Reihe. Und auch die Klassen (die ihr im Spielverlauf zumindesu weiter individualisieren könnt) sind typische Fantasy-Kost: Magier, Kämpfer, Bogenschütze.
Freunde unerwünscht
Obwohl sich Dragon's Dogma ideal als Koop-Titel anbieten würde, ist das Rollenspiel ein reines Einzelspielererlebnis. Dabei würden die Kämpfe von menschlichen Mitspielern stark profitieren: Euren KI-Kollegen könnt ihr nämlich nur rudimentäre Befehle geben, manchmal stürmen sie suizidal einzeln auf Gegnerhorden oder bleiben an der Umgebung hängen.
Quelle: Videogameszone.de
Screenshots aus Dragon's Dogma, das wir getestet haben. (1)
Wie umständlich
Das Inventar ist unübersichtlich. Ärgerlich, wenn eure Kumpels zum Beispiel wieder ohne eure Zustimmung ein Item eingesackt haben, das ihr haben wollt. Dann müsst ihr in deren Rucksäcken suchen und umständlich herausklauben. Und auch das Fehlen eines Buttons für schnelle Heilung ist wenig bedienungsfreundlich.
