Dragon Quest: Heroes 2 in der Preview - großer Metzelspaß
Special
Wir haben Dragon Quest: Heroes 2 angespielt - und gute Nachrichten. Eine offene Spielwelt, Monsterverwandlungen, Online-Koop und das gewohnt geniale Design von Akira Toriyama: So machen die Massenschlachten richtig Laune.
Wenn Krieges Trommeln wieder klingen, ein Drache soll die Sonn' verschlingen: Mit dieser düsteren Prophezeiung wird das Ende des jahrhundertelangen Friedens im Land der sieben Königreiche eingeläutet. Das bekommen die Cousins und Ritterschüler Raphael und Resa auch gleich am eigenen Leib zu spüren, als sie in der Stadt Orenkia urplötzlich einer Armee schleimiger Elitemonster des eigentlich befreundeten Reichs Aridia gegenüberstehen und ihr treuer Schleim-Begleiter und Mentor Meditschi vor Angst nur so glibbert. Die erste Konfrontation mit den Monstermassen im Spiel erweist sich aber nur als Fingerübung, um sich mit dem angenehm eingängigen Kampfgeschehen vertraut zu machen. Und so pflügen wir mit Raphaels Zwillingsklingen durch die anstürmenden Horden an Mumien und Flederkühen, setzen effektvolle Spezialattacken wie den Multihieb oder die Kaltspaltung ein und füllen mit jedem Hieb unsere Konzentrationsleiste. Ist diese am Anschlag angelangt, lösen wir per Knopfdruck den Modus "Hohe Konzentration" aus. Damit wüten wir eine Weile wie ein Berserker, ohne dass wir Schaden nehmen oder für die Spezialfähigkeiten Magiepunkte aufbringen müssen. Als Krönung erlegen wir kurzerhand noch schnell einen Prolltroll mit seiner gigantischen Keule, der sich uns als Endgegner in den Weg stellt. So einfach wie zuvor sollen die Schlachten aber nicht mehr ablaufen.
Endlich eine offene Welt
Quelle: Square Enix
Blob-Geblubber: Meditschi, der blaue Schleim mit dem dezenten Sprachfehler, hat immer einen guten Tipp parat.
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Ohne zu viel von der Geschichte zu verraten: Resa und Raphael machen sich auf Geheiß des Königs von Orenkia auf den Weg nach Konkordia, dem Zentrum der sieben Königreiche, um den Grund für den Angriff herauszufinden. Also fackeln wir nicht lange und machen in Form der weitläufigen Wildniszone Grüne Gründe, die sich zwischen den Städten erstreckt, erstmals Bekanntschaft mit der nun offenen Spielwelt. Unser Abenteurer-Trupp hat inzwischen Verstärkung durch die rothaarige Kriegerin Zora und den schnauzbärtigen Händler Torneko bekommen. Damit bewegen wir uns frei durch die Lande, sammeln Erfahrungspunkte durch Monstermetzeln, entdecken Schatzkisten, stöbern Materialien für den Alchemiekessel auf oder laufen einfach durch die Gegnergruppen hindurch, ohne dass es zur Konfrontation kommt. Letzteres ist zwar problemlos möglich, aber so steigen wir natürlich auch keine Stufe auf, was sich spätestens beim nächsten Bosskampf bitter rächt. Ab und an entdecken wir auf dem Weg einen bedrängten Mitbürger, dem wir zur Seite stehen können und so unser Punktekonto durch die Heldentat deutlich aufbessern. Neu sind die Teleportationssteine, die wir durch Berührung aktivieren. Danach stehen sie als hilfreicher Schnellreisepunkt zur Verfügung. Aus dem im Verlauf der Geschichte anwachsenden Heldenkader mit insgesamt gut zwanzig neuen und altbekannten Helden stellen wir unsere Vierer-Party zusammen. Darunter sind beispielsweise Maribel und der Wolfsjunge Ruff aus Dragon Quest VII. Alle Helden besitzen ihren eigenen Kampfstil sowie individuelle Waffen, Talente sowie Fähigkeiten und lassen sich per Knopfdruck mitten im Kampf wechseln. Da kommt garantiert so schnell keine Langeweile auf.
Quelle: Square Enix
Heroisch: Es gibt über 20 spielbare Helden, aber es können immer nur vier gleichzeitig auf Reisen gehen. In den Tavernen einer Stadt lässt sich das Abenteurerpersonal wechseln.
Monstermünzen und Portalmeister
Quelle: Square Enix
Into the Wild: Die Kämpfe finden in den abwechslungsreichen Wildniszonen statt, in denen es vor Monstern nur so wimmelt. Perfekt zum Punktesammeln.
Das Kampfgeschehen bietet gewohnt gutes Hack 'n' Slay und liefert die typischen Gegnermassen. Die Entwickler bei Omega Force haben sich mit diesen Zutaten schon bei Spielen wie der Dynasty Warriors-Serie oder mit Hyrule Warriors bereits einen guten Namen als Götter des Gemetzels gemacht. Schön: Selbst wenn es vor Gegnerhorden nur so wimmelt und der Bildschirm in einem Effektgewitter aus Magie und Spezialattacken erstrahlt, trübt kein einziger störender Ruckler den Schnetzel-Spaß. Meistens genügt es, wild auf den beiden Angriffstasten herumzutrommeln, um den Sieg davonzutragen. Aber erst wenn man die Tastenkombinationen für besonders verheerende Attacken, lange Kombos und schnelle Ausweichmanöver gelernt hat, eröffnet sich das zwar nicht allzu komplexe, aber sehr befriedigende Kampfsystem vollends. Zudem lohnt es sich immer, das Terrain genau zu inspizieren. Bei einer Schlacht in der Wüste entdecken wir beispielsweise Ölpfützen, die wir mit einer Feuerattacke entzünden und so mit einem Schlag die Anzahl der Widersacher erheblich dezimieren. Eine spannende taktische Neuerung sind die Monsterverwandlungsmünzen, die erlegte Gegner manchmal zurücklassen. Sammeln wir eine Münze ein, verwandeln wir uns kurzerhand in das darauf abgebildete Monster und können eine Weile als blauer Schleim, mächtiger Golem oder als Blitze verschießende Wolke kräftig unter den Feinden aufräumen. Die eingesammelten Münzen werden übrigens auf einer Leiste am unteren Bildschirmrand angezeigt und verbrauchen je nach Größe des Monsters einen oder zwei Plätze. Einfach mit den Richtungstasten die gewünschte Münze auswählen und aktivieren, schon klappt es mit der Verwandlung. Die aus dem ersten Teil bekannten Beschwörungs- und Effektmünzen gibt es aber weiterhin.
Reichlich Rollenspiel-Elemente
Quelle: Square Enix
Rote Zora: Schön früh im Spiel kommt die schlagkräftige Zora zu Hilfe und begleitet die Cousins fortan auf ihren Reisen.
Um gegen die immer stärker werdenden Feinde zu bestehen, müssen wir uns schon ausgiebig um unsere Helden kümmern und erworbene Talentpunkte in neue Fähigkeiten investieren. Oder uns bei den Händlern nach neuen Waffen, Rüstungen und hilfreichen Gegenständen wie magischen Kugeln umsehen, die unsere Statuswerte erhöhen. Dabei unterscheidet das Spiel zwischen den Berufungen der Helden, die individuelle Talente und Fähigkeiten besitzen. Wenn wir den heißblütigen Raphael als Dauerhelden steuern, aber statt mit seinen Zwillingsschwertern lieber mit einer gigantischen Axt oder purer Magie angreifen wollen, können wir diesmal unsere Berufung entsprechend wechseln und auf die Waffen und Fähigkeiten einer anderen Klasse zurückgreifen. Allerdings beginnen wir dann wieder mit Level 1 und müssen erneut erst kräftig Monster schlachten, um zu alter Stärke zurückzufinden.
Hol' dir doch einfach Hilfe
Gelungen finden wir den frischen Online-Koop-Modus, bei dem wir gemeinsam mit Freunden oder mit Dragon Quest Heroes-Recken aus aller Welt in kniffligen Dungeons unser Punktekonto hochschrauben. Die Vorbereitung gestaltet sich dabei erfreulich simpel, ein Besuch beim "Rastenden Recken" in der Stadt genügt, und schon legen wir fest, mit wem wir den sogenannten "Außerweltlichen Arenen" einen Besuch abstatten wollen. Sollen es die eigenen Freunde sein, vergeben wir eine Geheimzahl, die man eingeben muss, um der Truppe beizutreten. Brauchen wir einfach nur ein paar Mitstreiter, wird automatisch nach Verstärkung gesucht. In den mehrstufigen Verliesen geht es dann ums Kämpfen sowie um das Sammeln von Punkten und wertvollen Gegenständen. Denn alles, was wir in den Dungeons finden, nehmen wir auch in das Hauptspiel mit. Die Mehrspieler-Arenen sind der perfekte Trainingsort und das gemeinsame Metzeln macht dabei auch noch richtig Laune, auch wenn es leider keinen Chat gibt. Da sich die Herausforderungen schnell als überaus knackig erweisen, segnen die Helden oft das Zeitliche. Solange aber noch ein Spieler der Gruppe lebt, kann dieser die Opfer wiederbeleben. Eine weitere Variante des Online-Koop erweist sich besonders bei harten Bosskämpfen als ein wahrer Segen. Will es mal so gar nicht mit dem Weiterkommen klappen, starten wir einfach einen Hilferuf und fordern so Verstärkung an. Als Helfer kommt jeder Spieler in Frage, der bereits die anstehende Herausforderung gemeistert hat und uns seine Zeit und Kampfkunst zur Verfügung stellen möchte.
