Dragon Quest 3 HD-2D Remake Vorschau: Der Klassiker ist schöner als je zuvor, doch reicht das?
Special
Wir haben uns das neue Dragon Quest HD-2D Remake vorab angesehen und verraten euch, ob die Erdrick-Trilogie auch nach 30 Jahren noch Spaß macht.
Die beste Zeit, in die Dragon Quest-Reihe einzusteigen, war vor 40 Jahren. Die zweitbeste Zeit ist jetzt. Dieses frei übernommene weltbekannte chinesische Sprichwort muss im Jahr 2024 vielleicht sogar umgeschrieben werden, denn es gab wohl nie eine bessere Zeit, die Dragon Quest-Reihe zu erleben.
Chronologisch betrachtet startet das Dragon-Quest-Universum nämlich mit dem dritten Teil der Reihe, also Dragon Quest 3, dem Anfang der Erdrick-Trilogie. Dort können Spieler die Anfänge der Geschichte erleben, die sich mittlerweile über zahlreiche Spiele und Spin-offs erstreckt. Wer vor 36 Jahren etwa durch Nichtexistenz verhindert war, Dragon Quest 3 zu spielen, der erhält jetzt eine brandneue Chance, das Franchise in seinen Anfängen für sich zu entdecken.
Am 14. November dieses Jahres erscheint nämlich ein HD-2D Remake zu Dragon Quest 3. Für völlig neue Spieler ist der dritte Teil der Reihe der perfekte Anfangspunkt, um in Dragon Quest einzusteigen. Gleichzeitig sollen sich aber auch Veteranen auf einige Neuheiten freuen dürfen. Wir haben uns das Remake bereits vorab angeschaut und verraten euch, ob jetzt wirklich der beste Zeitpunkt gekommen ist, Dragon Quest zu erleben.
Wunderschöne Pixel-Optik
Wie der Name bereits liebevoll anteast, springt einem beim Dragon Quest 3 Remake direkt die überarbeitete Grafik ins Auge. Die Mischung aus Pixelart und 3D-Umgebungen beweist auch in Dragon Quest ihren Charme. Besonders Städte und Dungeons haben es uns durch geschickten Einsatz von Beleuchtung und einer tollen Atmosphäre richtig angetan.
Quelle: Square Enix
An einigen Stellen fällt jedoch auf, dass Spiele wie Octopath Traveler doch ein geschickteres Händchen dafür hatten, ihre Grafik voll zur Geltung zu bringen. Dragon Quest 3 sieht auf keinen Fall schlecht aus und zählt definitiv zu den hübscheren Retro-Pixel-JRPGs, doch vor allem in der Overworld hätte man durchaus mehr aus der Optik herausholen können. Möglicherweise ändert sich das aber auch später im Spiel, allzu weit durften wir in unserem Event nämlich nicht vorpreschen.
Quality of Life noch und nöcher
Absolut punkten konnte das Remake dafür mit seinen Quality-of-Life-Anpassungen, die es zugänglicher für ein modernes Publikum machen sollen. Die rundenbasierten Kämpfe lassen sich etwa in normaler, schneller oder sehr schneller Geschwindigkeit abspielen.
Für die meisten wird das vermutlich so ablaufen, dass man sich den ersten Kampf in normaler Geschwindigkeit anschaut, merkt, wie unfassbar langsam Spiele früher allem Anschein nach waren, und man wechselt direkt in die sehr schnelle Geschwindigkeit, von der man auch nicht mehr abweicht.
Das hilft dem allgemeinen Spielgefühl aber ungemein, denn die Eigenheit älterer Dragon-Quest-Teile, den Spieler keine fünf Meter gehen zu lassen, ohne ihn in einen Kampf zu verwickeln, wurde im Remake originalgetreu nachgestellt. Das ist natürlich kein Kritikpunkt, doch man muss als Spieler schlicht und ergreifend wissen, worauf man sich einlässt.
Quelle: Square Enix
Zusätzlich lassen sich Kämpfe im Remake durch die passenden Einstellungen auch völlig automatisch abspielen. Der Grind, den Dragon Quest bekanntermaßen an einigen Stellen benötigt, lässt sich daher also bequem nebenbei absolvieren und benötigt nicht mehr eure volle Aufmerksamkeit.
Die Kämpfe sind durch die überarbeiteten Pixel-Modelle ebenfalls allesamt ziemlich hübsch, wenn auch ein wenig statisch. Während den einzelnen Runden wird die eigene Gruppe an Helden nämlich nicht gezeigt und Animationen finden nur rudimentär statt. Das macht Kampfsequenzen zwar ein wenig statisch, doch sie gehen schnell genug vorbei, sodass man sich davon nie gestört fühlt.
Immer diese Performance
Etwas gestört hat dafür jedoch die Performance. Wir durften uns vorab lediglich die Switch-Version ansehen und der merkt man das hohe Alter der Konsole durchaus an. Allzu flüssig lief das Spiel nämlich nicht, im Handheld-Modus fällt das jedoch glücklicherweise gar nicht so auf.
So zeigt sich Dragon Quest 3 HD-2D Remake
Der ist unserer Meinung nach ohnehin der beste Weg, um Dragon Quest 3 HD-2D Remake (jetzt kaufen 57,99 € ) auf der Switch zu spielen, denn auf kleineren Bildschirmen kommt die Pixeloptik erst so richtig zur Geltung. Vielleicht schafft es Square Enix aber auch noch, die Performance-Probleme bis zum Release zu beheben, der ist schließlich noch ein ganzes Stück hin.
Bis auf die etwas ernüchternde Performance auf der Switch haben wir am Remake aber nichts auszusetzen. Es ist hübsch, es spielt sich gut und laut den Entwicklern soll es im Spiel noch einige Neuheiten geben, wie eine überarbeitete Erzählung, über die sich Fans der Reihe so richtig freuen dürfen.
Insgesamt wirkt Dragon Quest 3 HD-2D Remake daher wie eine gelungene Neuauflage des Rollenspielklassikers, die sowohl perfekt für Neueinsteiger ist als auch genug frisches Futter hat, um Kenner zu begeistern.
Wer also schon immer einmal in die Dragon Quest-Reihe einsteigen wollte oder einfach mal wieder in Nostalgie schwärmen will, der sollte den Release des Remakes am 14. November dieses Jahres für PC, Nintendo Switch, Playstation 5 und Xbox Series X|S nicht verpassen. Transparenzhinweis: Square Enix bezahlte die Reisekosten des Anspiel-Events.
