Vorschau zu Dragon Quest 11 S: Switch-Version mit unzähligen Verbesserungen
Special
Noch einmal mit Herz und jeder Menge neuer Inhalte: Dragon Quest 11 landet besser als jemals zuvor und mit einem Untertitel-Monster zum Fürchten auf der Nintendo Switch. In unserer Vorschau zu Dragon Quest 11 S: Streiter des Schicksals - Definitive Edition - ja, so heißt das Ding wirklich - verraten wir euch, warum sogar Besitzer der PS4-Version hier noch jede Menge Zeug zum Liebhaben finden könnten.
Was vielen Switch-Besitzern vielleicht gar nicht mehr bewusst ist: Tatsächlich war Dragon Quest 11 (jetzt kaufen ) das allererste Spiel, welches anno dazumal für die damals noch als Nintendo NX bezeichnete Konsole angekündigt wurde, zu diesem Zeitpunkt natürlich noch ohne den schnieken und eingängigen Untertitel S: Streiter des Schicksals - Definitive Edition.
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Noch gut drei Jahre und einen zwischenzeitlichen Release für die PS4 und (ausschließlich in Japan) den 3DS sollte es dauern, bis aus dieser Enthüllung Realität werden sollte. Am 27. September ist es nun wirklich soweit und das hochgelobte Rollenspiel-Abenteuer wandert auf Nintendos Hybrid-Konsole. Allerdings, seit dem PS4-Launch haben die Entwickler nicht auf der faulen Haut gelegen, sondern fleißig an ihrem Baby weitergeschraubt. Wer bloß mit einem simplen Port gerechnet hat, kann sich also freuen, denn der Zusatz "Definitive Edition" kommt wahrlich nicht von ungefähr!
Alte Tugenden
Quelle: PC Games
I‘ve been through the desert on a slime with no name – oder so ähnlich. Jedenfalls können wir nicht nur auf Pferden, sondern auch allerlei Monstern Platz nehmen.
Gut, am grundlegenden Konzept hat sich natürlich nichts geändert: Wir schlüpfen in die Haut eines Helden, dem wir selbst einen Namen verpassen können, und machen uns nach allerlei tragischen Ereignissen wie so oft in JRPGs auf, die Welt vor einem bedrohlichen Unbill zu bewahren. Dafür bereisen wir die große Weltkarte, erforschen Dungeons, Städte und andere Orte, verbessern unsere Party mit Waffen, Ausrüstungsteilen und Zaubern und erledigen alle möglichen Haupt- und Nebenmissionen. Hinzu kommen Minispiele, Sammelaufgaben und anderer Kram, dank dem uns während der gewaltigen Spielzeit niemals langweilig wird. Anders als viele andere moderne Genrevertreter widersetzt sich Dragon Quest 11 dem Action-Kampfsystem-Trend und lässt uns stattdessen in rundenbasierten Gefechten antreten. Dankenswerterweise sehen wir unsere Feinde aber stets auf der Oberwelt herummarschieren und zig Elemente wie Autoangriffe, das Verhalten unserer Mitstreiter und andere Gameplay-Aspekte lassen sich frei einstellen. Dadurch kann man sich quasi ein Rollenspiel ganz nach eigenem Gusto zusammenschustern!
Damals und heute
Quelle: PC Games
Das Kampfsystem kommt im Vergleich zur PS4-Version relativ unverändert daher. Jedoch können wir das Geschehen auf Wunsch nun wesentlich schneller ablaufen lassen.
So viel zum Bekannten. Doch die Definitive Edition geht so, so weit über das hinaus, was das Ursprungsspiel war. Aber fangen wir lieber einmal mit dem einzigen negativen Punkt an: Ganz so gut wie auf der PS4 sieht das Abenteuer auf der Switch wenig überraschend nicht aus. Sehen lassen kann es sich aber dennoch - die Entwickler haben gute Arbeit geleistet! Und in Sachen Sound ist der Nintendo-Port dem Original weit voraus. Aufgrund rechtlicher Probleme gab es auf dem Sony-Gerät lediglich Midi-Klänge zu hören. Nun erschallen voll orchestrierte Klänge und deutlich wehr Sequenzen als bisher sind komplett vertont. Wer will, darf auf der Switch übrigens auch die japanische Sprachausgabe aktivieren. Damit nicht genug, hat es das coolste Feature der 3DS-Fassung ins Spiel geschafft: In Kirchen können wir vom modernen Grafikstil zu einem 16-Bit-Retro-Look wechseln - klasse! Zwar können wir beim Stilwechsel nicht direkt dort einsteigen, wo wir im anderen Look aufgehört haben, sondern nur an den Anfängen von Story-Kapiteln. Das liegt daran, dass sich die beiden Spielvarianten in einigen Anspekten wie der Größe und dem Aufbau von Gebieten unterscheiden. Allerdings ist das nur ein kleiner Makel! Weiterhin haben wir auf der Switch Zugriff auf ein spezielles Areal, von dem aus wir allerlei ikonische Gebiete und Momente aus alten Dragon-Quest-Spielen bereisen können. Das sind quasi kleine Spiele im Spiel - in einem Spiel, welches dank Retro-Look bereits ein Spiel im Spiel enthält. Dragon-Quest-ception!
So viel Neues!
Was gibt es sonst noch Neues? Nun, viel zu viel, um es hier alles unterzubringen. So kann die Kampfgeschwindigkeit nun noch dynamischer angepasst werden, wir können jederzeit craften, uns stehen allerlei Monster zur Verfügung, auf denen wir reiten können, ein Foto-Modus ermöglicht uns nette Schnappschüsse, neue Party-Events erlauben uns Einblicke in die Gefühlswelt unserer Mitstreiter, Shortcuts machen den Zugriff auf Menüs deutlich komfortabler - und wie gesagt noch gefühlt drei Dutzend andere Dinge. Es ist beeindruckend, wie viel Mühe sich die Entwickler gegeben haben, um aus dieser Version des Spiels wirklich alles herauszuholen, was nur geht.
Die ultimative Umsetzung
Quelle: PC Games
Wem die moderne Grafik mal zu viel wird und wer sich nach der guten alten Zeit sehnt, kann quasi jederzeit zu einer alternativen Version des Spiels im Retro-Look wechseln.
Für ein finales Urteil müssen wir natürlich noch warten, bis wir die fertige Version des Spiels in Händen halten. Aber da wir ja bereits wissen, dass Dragon Quest 11 ein geniales Abenteuer ist und keine der Anpassungen so wirkt, als würde sie daran etwas ändern, sind wir mehr als nur guter Dinge. Es war vielleicht eine lange Wartezeit, die Dragon-Quest-Fans und PS4-Verweigerer seit der Ankündigung des Titels auf sich nehmen mussten. Mit Blick auf das, was sie erwartet, dürfte aber klar sein, dass sich die Geduld gelohnt hat.
