DVD Vision im Gespräch mit Peyton Reed / Regisseur "Down With Love"

Special

Regisseur, Darsteller, Drehbuchautor, Produzent, Kameramann, begeisterter Schlagzeuger, Komponist und Cutter -- der 1964 in Raleigh, North Carolina, geborene Peyton Reed ist ein wahres Multitalent

Wie war die Zusammenarbeit mit Renée Zellweger und Ewan McGregor?

Für mich war es ein Traum, da ich von beiden ein großer Fan bin. Für einen Film wie diesen wollte ich Darsteller, die untypisch für dieses Genre sind. Ich denke, v.a. für Ewan McGregor war es etwas komplett anderes als die Filme, in denen er bisher mitgewirkt hat. Selbst für Renée Zellweger war es etwas Neues.

Wo liegen die Unterschiede von "Down with Love" zu Ihren bisherigen Projekten?

Bei meinem ersten Film, "Girls United" drehten wir alles an echten Schauplätzen vor Ort, wohingegen wir bei "Down with Love" alles in Studios in Hollywood filmten. Dort hatten wir wesentlich mehr Kontrolle, konnten die Sets selbst designen und dem Film so seinen individuellen Look verpassen.

"Down with Love" ist eine Huldigung an die Doris-Day- und Rock-Hudson-Klassiker. Welche Elemente haben Sie übernommen?

Neben zahlreichen Story-Häppchen, die wir aus verschiedenen Filmen der späten 50er und frühen 60er adaptierten, gibt es viele Kleinigkeiten wie z.B. einige Outfits. Es hat viel Spaß gemacht, all diese kleinen Anspielungen einzubauen.

Ist "Down with Love" mehr Komödie, mehr Romanze oder beides gleichermaßen?

Definitiv mehr Komödie -- trotz des romantischen Aspekts der Geschichte.

Haben Sie eine lustige Anekdote vom Dreh parat?

Wir hatten diesmal keine Trailer, sondern Umkleidekabinen. Ich bin Schlagzeuger und hatte mein Drumset in meiner Kabine aufgebaut, Ewan hatte seine Gitarre dabei. Immer wenn eine Pause war, sahen Ewan und ich uns kurz an, rannten dann wie von der Tarantel gestochen in den Umkleideraum und spielten ein paar Songs. Renée kam auch oft dazu und sang.

Wie weit waren Sie an der Produktion der DVD beteiligt?

Ich war sehr stark involviert. Ich habe vor Jahren damit angefangen, bei Behind-the-Scenes-Dokumentationen Regie zu führen, u.a. für "Forrest Gump" und die "Zurück in die Zukunft"-Sequels. Zudem bin ich ein großer DVD-Fan, vorher war ich ein großer Laserdisc-Fan. Ich habe genaue Vorstellungen davon, welche Zusatzinfos ich auf DVD haben möchte und welche nicht -- und ich glaube, wir haben ein schönes Paket an Extras geschnürt.

Und was gefällt Ihnen an DVDs am Besten?

Ich mag Audiokommentare, in denen der Regisseur echte Hintergrundinfos preisgibt und nicht nur die jeweilige Szene kommentiert, eine Inhaltsbeschreibung des Story liefert oder -- im schlimmsten Fall -- minutenlang vergisst, dass er eigentlich kommentieren sollte.

Wie sind Sie an dieses Projekt gekommen?

Ich bekam das Script, weil die Produzenten meinen ersten Film mochten. Ich las das Drehbuch und fand es großartig. Es war intelligent, witzig, auf visueller Ebene aufwändig und innovativ. Eben nicht nur eine gewöhnliche Liebeskomödie. Wir schickten dann Renée und Ewan das Script und glücklicherweise haben sie beide sofort zugesagt.n

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