Donut County: The Donut is a lie - Donut County im Test

Test Lena Simmerl
Donut County: The Donut is a lie - Donut County im Test
Quelle: Annapurna Pictures

In Donut County erspielt ihr die Geschichte eines mysteriösen Loches, das auszog, um Städte und deren Bewohner zu verschlingen. Und wer darf das zerstörerische Loch steuern? Der Spieler natürlich. Statt Donuts liefert ihr zusammen mit dem drolligen Waschbären BK jedoch die schwarzen Löcher aus. Wie gut das ganze gelungen ist, erfahrt ihr in unserem Test.

In bestimmten Situationen mal in einem großen schwarzen Loch im Boden zu versinken, das hat sich wahrscheinlich jeder von uns schon mehr als einmal gewünscht. Für die gefiederten und felligen Bewohner vom Donut County (jetzt kaufen 11,99 € ) wurde das nun zur unausweichlichen Realität. Ihre ganze Stadt ist nämlich wegen einem großen schwarzen Loch im Boden verschwunden. Und eine App ist an allem schuld. Blöde Technik aber auch. Donut County wurde entwickelt von Ben Esposito in Zusammenarbeit mit der noch jungen Annapurna Interactive, eine Tochterfirma der Annapurna Pictures, die der ein oder andere von euch mit dem Film Sausage Party in Verbindung bringt. Donut County war bei den Games Awards für unter anderem für den "Best Mobile"-, sowie den "Best Debut Indie Game"- Titel nominiert.

Ein Loch, sie alle zu verschlingen

Im Indie-Adventure Spiel Donut County steuert ihr ein mysteriöses Loch im Boden, mit dem ihr alles verschlingen könnt, was hineinpasst. Ziel der einzelnen Levels ist es, jeden Gegenstand einzusaugen, den ihr auf der Karte seht. Ihr startet dabei mit einem sehr kleinen Loch, das mit jedem Mit jedem verschlungenen Gegenstand wird das Loch größer. Quelle: PC Games Mit jedem verschlungenen Gegenstand wird das Loch größer. Gegenstand der hineinfällt, größer wird. Bevor ihr also ein ganzes Haus unter die Erdoberfläche befördern könnt, müsst ihr erst die kleineren Dinge "sammeln", wie zum Beispiel Steinchen, Grasbüschel, Kisten, Stühle oder die Bewohner der Stadt selbst. Dabei gibt es nur wenig Sachen, die man nicht im Loch verschwinden lassen kann. Überdimensional große Schilde beispielsweise. Das Spiel baut auf insgesamt 24 witzig gestalteten Runden auf, in denen ihr langsam aber sicher die ganze Stadt vertilgt. Besonders die späteren Runden unterscheiden sich stark von den ersten, in denen es nur darum ging, Dinge zu vertilgen.

Neunhundertneunundneunzig Meter unter der Erdoberfläche ...

... Dort finden wir die Bewohner des Donut Countys wieder, nachdem sie vom Loch verschluckt wurden. Hier beginnen die einzelnen Runden, denn jede Runde basiert auf den Erinnerungen, wie die tierischen Bewohner hier unten gelandet sind. Außerdem erfahren wir, was das Loch im Boden auslöst, denn jeder hat vor seinem Verschwinden einen Donut im Donut-Laden der Stadt bestellt, der von den Waschbären betrieben wird. Irgendwie verdächtig. Der Waschbär BK, der dort als Donutbote eingestellt ist, hat auf seinem Waschbär-Tablet eine App installiert. Mit dieser App liefert er die bestellten Donuts aus und kassiert damit Erfahrungspunkte, die er ganz klassisch zum Stufenanstieg benötigt. Statt der Donuts verschickt der Donut-Laden also das Loch im Boden, das von BK durch die Hand des Spielers gesteuert wird. Ihr startet auf Level neun und nach jeder Runde erhält der Spieler Erfahrungspunkte, die BK näher an sein Ziel bringen: Der Quadcopter, den er erst mit Stufe zehn kaufen kann.

Nutzt eure Hilfsmittelchen!

Die Level in Donut County werden von Runde zu Runde etwas schwerer. Zusätzlich müsst ihr kleinere Rätsel in Form von Kettenreaktionen lösen, um alle Gegenstände auf den Karten einsammeln zu können. Ihr arbeitet mit allem, was euch zur Verfügung steht. Füllt ihr euer Loch mit Wasser oder Feuer durch ein hineingefallenes Lagerfeuer, eröffnen sich neue Möglichkeiten, Sachen verschwinden zu lassen, an die ihr sonst nicht Spätere Runden sind abwechslungsreicher. Quelle: PC Games Spätere Runden sind abwechslungsreicher. herankommt. Auch die Anbringung eines Katapultes im Loch, mit dem ihr die hineingefallenen Gegenstände auch wieder nach draußen schießt, sind euch in manchen Situationen eine große Hilfe. Ihr müsst euch auch nicht den Kopf darüber zerbrechen, dass ihr etwas falsch machen könntet, denn für alles gibt es eine Lösung. Verstopft ihr euer Loch mit einem Gegenstand, der etwas zu groß war, könnt ihr es mit einer schnellen Bewegung wieder auswerfen. Auch ein gefräßiger Hase hilft, wenn die Melone doch zu riesig war. Ihr könnt also nichts falsch machen und Bugs haben wir auch keine entdeckt, die das flüssige Spielen behindern würden. Bei Abschluss einer gespielten Runde könnt ihr eure "Trashopedia" öffnen und euch anschauen, was ihr in dieser Runde alles ins Loch befördert habt. Es lohnt sich durchaus, das Trashopedia zu durchstöbern, denn BK hat zu jedem Gegenstand seinen Kommentar aus Waschbären-Sicht abgegeben.

Da wäre aber noch mehr gegangen

Wer also gern Städte und deren Bewohner in den Abgrund zieht, hat mit Donut County auf jeden Fall eine kreative und lustige Weise gefunden, dieser Leidenschaft nachzugehen. Die Geschichte, wie die Stadt im Erdboden verschwand und wie wir zusammen mit BK und Mira versuchen, sie wieder nach oben zu befördern, ist spannend erzählt und lädt zum Weiterspielen ein. Das Spiel ist allerdings nur sehr kurz und nach etwa 90 Minuten ist man bereits beim Abspann angekommen. Für den ein oder anderen drohen die Runden auch zu monoton zu werden. Zwar löst ihr jede Runde mit Hilfe von Logik und Physik auf eine andere Weise, aber im Grunde macht ihr immer dasselbe: Gegenstände ins Loch fallen lassen. Erst die letzten Runden bieten eine richtige Abwechslung. Die Rätsel hätte man durchaus kniffliger gestalten können. Die Lösung ließ sich meistens schon nach kürzester Zeit erspielen und man wird nicht wirklich gefordert. Die 24 Runden kann man nach Spielabschluss immer wieder neu spielen. Aber die Motivation, das Spiel öfter als einmal zu spielen, bleibt allein dem "Appetite for destruction" des Spielers überlassen. Aus grafischer Sicht ist Donut County sehr süß und liebevoll gestaltet und überzeugt gänzlich auf künstlerischer Ebene. Alles in allem ist Donut County aber ein absolut gelungenes Spiel für zwischendurch.

Fazit und Wertung

Meinung

Wertung zu Donut County (PC)

Wertung:

8.2 /10
Pro & Contra
Kreativ und künstlerisch top gestaltetWitzige Geschichte, die zum Weiterspielen drängtToller Soundtrack, der perfekt auf das Spiel abgestimmt istGelungene FigurenFür jedes Problem gibt es eine LösungUnterhaltsame Kommunikation zwischen den FigurenKomplett bugfrei
Rätsel sind nicht besonders herausforderndGrundprinzip des Spiels könnte monoton werdenZu kurze Spieldauer
Fazit

Nicht nur etwas für Waschbär-Fans: Donut County überzeugt mit liebevoller Gestaltung und toller Geschichte.

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