Retro-Generäle aufgepasst! Das neue Massive Assault heißt Domination, spielt immer noch vor einer 08/15-Science- Fiction-Kulisse und lockt den Rundenstrategen mit Hexfeld-Schlachten in schönster Battle-Isle-Tradition.
Der Vormarsch unserer Truppen wird aber nicht nur durch das Gelände und den bösen Feind behindert. Jede zerstörte Einheit hinterlässt Trümmer, die bis zum Ende der Runde im Spiel bleiben und das Hexfeld blockieren. Wer diese Regel und die Tatsache, dass keine Einheit nach dem Feuern bewegt werden kann, ausnutzt, kann oft mit einer kleinen und gut platzierten Streitmacht den Gegneransturm lang genug bremsen, um Verstärkung ranzuschaffen.
Ist die Kampfphase schließlich beendet, folgt die Rekrutierungsphase. Hier heben wir in den Gebieten, die unter unserer Fuchtel stehen, neue Truppen aus. Dafür müssen wir die jeweilige Hauptstadt halten und es dürfen sich keine Gegner innerhalb der Landesgrenzen befinden.
Allerdings erhalten wir für jedes Land nur für einen begrenzten Zeitraum Einkünfte. Sind diese aufgebraucht, können wir dort noch höchstens Guerillaeinheiten aufstellen, womit wir per eleganter Überleitung bei der letzten möglichen Phase eines Spielzugs angelangt sind: Fällt ein Spieler in ein neutrales Land ein, stellt sich dieses automatisch auf die Seite des Gegners. Dieser kann dann Freiheitskämpfer rekrutieren und sie dem Aggressor entgegen werfen.
Versuch macht klug
Was sich wie ein wahnsinnig kompliziertes Kampfsystem liest, geht auch ungeübten Feldherrn schnell in Fleisch und Blut über. Wer trotzdem einen Fehler macht, kann sich auf das umfangreiche Hilfesystem verlassen. Das schlägt Alarm, sobald wir eine Phase beenden wollen, und Einheiten noch feuern oder sich bewegen können. Zusätzlich verfügt Domination über ein effektives Tutorial und lässt Sie per Rückspul-Funktion beliebig viele Aktionen rückgängig machen.
Bei der Bugbekämpfung (Kasten) waren die Entwickler wenig erfolgreich: So stürzte das Spiel auf allen Testrechnern regelmäßig ab, und ein Soundfehler strapazierte die Ohren der Tester bis an die Schmerzgrenze.
Sascha Gliss
