Dissidia Final Fantasy NT - Vorschau: Ein echter Chaos-Klopper

Special Ulrich Wimmeroth Benedikt Plass-Fleßenkämper
Dissidia Final Fantasy NT - Vorschau: Ein echter Chaos-Klopper
Quelle: Square Enix

Lightning gegen Sephiroth oder Cloud gegen Shantotto: Wir haben uns einmal quer durch das Final Fantasy-Universum geprügelt. Schon auf dem Sony-Handheld PSP waren die brachialen Brawler Dissidia Final Fantasy und Dissidia 012 Final Fantasy bei Fans der Square-Enix-Spielereihe heiß begehrt. Seit 2015 bricht in Japan der Arcade-Automat des Nachfolgers Dissidia Final Fantasy NT alle Rekorde und sorgt für Warteschlangen in den Spielhallen. Ende Januar 2018 ist es dann endlich soweit, die temporeichen Keilereien erscheinen auch hierzulande - exklusiv für die PS4.

Entwickelt wurde Dissidia NT von den Prügelspiel-Profis Team Ninja, die sich unter anderem mit der Dead or Alive-Serie und dem bockschweren Nioh einen Namen gemacht haben. Bei einem Anspieltermin in Hamburg haben wir uns mitten ins Chaos gestürzt und sind todesmutig in 3-gegen-3-Matches gegen die versammelte Journalistenschar angetreten.

Best of Final Fantasy
Kronprinz Noctis Lucis Caelum aus <em>Final Fantasy 15</em> ist ein Neuzugang in der Kämpferriege. Insgesamt stehen bereits 28 Charaktere zur Auswahl, weitere sollen in Zukunft hinzukommen. Quelle: Computec Media GmbH Kronprinz Noctis Lucis Caelum aus Final Fantasy 15 ist ein Neuzugang in der Kämpferriege. Insgesamt stehen bereits 28 Charaktere zur Auswahl, weitere sollen in Zukunft hinzukommen. Bereits die Auswahl des Kämpfers ist ein nostalgischer Streifzug quer durch das Final-Fantasy-Universum. Unter den bislang 24 auswählbaren Charakteren finden sich bekannte Helden und Schurken, etwa Cloud Strife und sein Widersacher Sephiroth aus Final Fantasy 7, die coole Lightning (Final Fantasy 13), der irre Harlekin Kefka Palazzo (Final Fantasy 6) oder der Krieger des Lichts aus dem allerersten Teil der Serie. Wir wählen für unseren ersten Einsatz probeweise Squall Leonhart (Final Fantasy 8), der mit seinem überdimensionalen Gunblade ordentlich Wumms in seine Nahkampfangriffe einbringt.

Im nächsten Schritt bestimmen wir die individuelle Ausstattung mit mächtigen LP-Angriffen und sogenannten EX-Fähigkeiten aus vorgefertigten Kampfsets. LP-Angriffe reduzieren bei einem Treffer die Lebenspunkte des Gegners, EX-Fähigkeiten sorgen für kurzfristige Vorteile, beispielsweise Heilung oder verbesserte Attacken für Teammitglieder in der Nähe. Im Spielverlauf könnt ihr weitere Boni ergattern und euch eigene Kampfsets zusammenstellen.

Gespielt wird 3 gegen 3. Es gibt zwar auch einen Modus, bei dem ihr gegen computergesteuerte Recken antreten könnt, aber die turbulenten Teamkämpfe stehen in Dissidia Final Fantasy NT (jetzt kaufen 8,10 € ) klar im Vordergrund. Haben alle Mitstreiter ihre Wahl getroffen und sich auf die Unterstützung durch einen ESPER geeinigt, werden eine 3D-Kampfarena und eine musikalische Untermalung per Zufall bestimmt. Die Schauplätze wie die tropische Insellandschaft von Besaid aus Final Fantasy 10 oder das Pandämonium aus Final Fantasy 2 dürften Fans bestens bekannt sein, und auch die Musikauswahl gleicht einer Top 50 der besten FF-Stücke. Wenn ihr also schon immer mal in einem munteren Mix aus ikonischen Figuren, Schauplätzen und musikalischer Untermalung aus 30 Jahren Final Fantasy unterwegs sein wolltet, bekommt ihr hier die Möglichkeit.

Nur MUT!
In dem Wust an Anzeigen und Lebensbalken sowie den zahlreichen Effekten der Angriffe und Beschwörungen ist es nicht einfach, den Überblick zu behalten. Quelle: Computec Media GmbH In dem Wust an Anzeigen und Lebensbalken sowie den zahlreichen Effekten der Angriffe und Beschwörungen ist es nicht einfach, den Überblick zu behalten. Der erste Schlachtfeldauftritt fällt erst einmal ernüchternd aus: Der Bildschirm ist geradezu zugekleistert mit Anzeigen, Balken und Zahlen, sodass wir Mühe haben, unsere Gegner überhaupt erst ausfindig zu machen. Da ein Kontrahent automatisch immer "eingelockt" ist, stürmen wir einfach mal los und drücken wie wild auf die Schlagtasten. Zum Glück sind die anwesenden Kollegen ebenfalls von dem Spezialeffektgewitter der magischen Angriffe und dem HUD-Overkill überfordert - und wir tragen keine zwei Minuten später den Sieg davon. Allerdings ohne wirklich zu wissen, warum.

Der Zugang zu den Massenkeilereien ist - freundlich ausgedrückt - sperrig, und mit hektischem Button-Mashing und dem Hoffen auf einen Glückstreffer gehen wir gegen geübte Teams gnadenlos unter. Da hilft uns auch nicht Squalls Gunblade. Es braucht schon seine zehn, 20 Begegnungen, bis man das komplexe Regelwerk durchschaut. Wichtig zu wissen also: Einfach losprügeln endet in Dissidia Final Fantasy NT immer in einem Desaster. Zuerst muss mit Angriffen über die X-Taste der eigene MUT-Zähler hochgetrieben werden - damit sammeln wir die Kraft für die eigentlich LP-Attacken, die dann über die Viereck-Taste ausgelöst werden. Mit L1 wird geblockt, mit der Kreistaste gesprungen und mit R1 gesprintet. Das alles koordiniert zu bekommen, während es ringsherum blitzt, knallt und donnert, ist eine echte Aufgabe. Klappt es dann aber mit der Beherrschung der Spielfigur und der Absprache mit den Teamkollegen via Chat, kommt richtig gute Laune auf und jeder Sieg wird nicht ohne eine gehörige Portion Schadenfreude abgefeiert.


Die ESPER-Wahl Quelle: Computec Media GmbH Die ESPER-Wahl ESPER: Beschwörungen auf dem Schlachtfeld

Vor Beginn eines Matches wählt euer Team einen von sieben ESPER, darunter Alexander, Ifrit oder Bahamut. Während der Schlacht erscheint dann zufällig ein Kristall, den ihr zerschlagen sollt. Habt ihr das vor dem Gegner geschafft, wird es knifflig. Am besten drücken dann alle Mitspieler kräftig auf das Touchpad, um die Beschwörungsleiste schnell zu füllen. In dieser Zeit könnt ihr jedoch weder angreifen, noch verteidigen. Das Risiko lohnt sich aber, denn der ESPER knabbert mit seinem mächtigen Angriff kräftig an den Lebensleisten der Kontrahenten und stärkt dabei euer Team mit Buffs.


Meister aller Klassen
Kampfarena und Soundtrack werden den Matches per Zufallsprinzip zugewiesen. Quelle: Computec Media GmbH Kampfarena und Soundtrack werden den Matches per Zufallsprinzip zugewiesen. Was zuerst wie eine blindwütige Massenkeilerei aussieht, entwickelt sich mit jedem Match mehr und mehr zu einem stark strategisch geprägten Schlagabtausch. Dabei ist es wichtig, die Klasse der Helden und deren individuelle Fähigkeiten genau auszuloten. Es gibt Assassinen, Spezialisten sowie Fern- und Frontkämpfer, alle mit ihren eigenen Vor- und Nachteilen auf dem Schlachtfeld. Das Ganze ist in etwa vergleichbar mit dem klassischen Tank, der am besten an vorderster Front aufgehoben ist, dem Magier, der sich in einiger Entfernung vom Gegner am wohlsten fühlt, oder dem Allrounder.

Zu Beginn bieten sich besonders Helden mit kombinierten Fähigkeiten an, beispielsweise Lightning. Die Frontfrau aus Final Fantasy 13 erweist sich nicht nur als schlagkräftige Nahkämpferin, sondern kann auch aus sicherer Entfernung mit ihrem Klingensturm magische Projektile abfeuern und nebenher noch die Verteidigungswerte ihrer Verbündeten erhöhen. Tipp: Einzelgänger sind Gift für die Mannschaft. Nur mit einem ausgewogenen Team - zum Beispiel aus flinkem Frontkämpfer, mächtigem Tank und einem Alleskönner - habt ihr eine gute Chance, das Schlachtfeld zu dominieren.

Meinung

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