Dishonored: Die Maske des Zorns-Test - Frisches Setting, viel Schleich-Action, spannende Story - Ab heute im Handel
TestDishonored: Die Maske des Zorns hat auf der Gamescom dick abgeräumt und wurde zum Most-Wanted-Spiel gekürt. Wir haben uns in das Städtchen Dunwall gewagt und sagen euch, ob der Schleich-Shooter mit den unglaublich vielen Lösungswegen den haushohen Erwartungen tatsächlich gerecht wird.
Dem fiktiven Inselstaat in Bethesdas Dishonored geht es schlecht. Die beliebte Kaiserion Kaldwin wurde ermordet, eine todbringende Seuche sorgt dafür, dass die Straßen sich mit Leichen überhäufen und obendrein sind Exekutionen an der Tagesordnung. Hinter all diesen unerfreulichen Ereignissen steckt der neue Lordregent, der nicht nur die Herrscherin hat ermorden lassen, sondern zudem auch ihre Tochter entführt hat.
Damit die Bevölkerung nichts böses über ihn denkt, hat er dem Leibwächter der Kaiserin den Mord in die Schuhe geschoben. In Dishonored schlüpfen wir in die Haut jenes Ex-Bodyguards und führen einen großartigen Rachefeldzug gegen den verhassten Lordregenten. Mehr zum Spiel lest ihr natürlich auch auf unserer umfangreichen Dishonored-Themenseite. Schaut rein!
Das hat uns an Dishonored gefallen
Spannende und mitreißende Story sowie tolle Atmosphäre
Quelle: Bethesda
Die Handlung um Corvos Rachefeldzug reißt euch in Dishonored: Die Maske des Zorns sofort mit.
Die Handlung um Corvos Rachefeldzug reißt euch sofort mit und führt euch zudem wie ein roter Faden von Mission zu Mission. Nachdem ihr von einer Widerstandsgruppe gerettet wurdet, schließt ihr euch der Truppe an und erledigt Aufträge für sie. Zwar lernt ihr die Nebencharaktere nicht besonders gut kennen, dafür könnt ihr in der Welt überall nach versteckte Büchern suchen und so mehr über den Schauplatz des Spiels erfahren. Die Entwickler haben sich mit dem Drumherum sehr viel Mühe gegeben, so könnt ihr zum Beispiel die Biografie eines Walfängers lesen oder über die Tücken der für die Welt neuen Technologien lesen. Da auch die Präsentation erfrischend anders und zugleich passend zum Steampunk-Setting ist, stört man sich nicht über die stellenweise matschige Grafik.
Jede Mission lässt sich von Anfang bis Ende anders lösen
Quelle: PC Games
In Dishonored: Die Maske des Zorns müsst ihr euch insgesamt durch neun Missionen schlagen.
In Dishonored müsst ihr euch insgesamt durch neun Missionen schlagen. Das klingt erst einmal nicht nach viel, ihr könnt jedoch jeden Auftrag auf eine ganz individuelle Weise erledigen. Bereits der Weg zum Zielgebiet bietet zumeist mehrere Optionen. Ihr könnt zum Beispiel lautlos vorgehen, eure Spezialkräfte benutzen und euch an den Wachen vorbeiteleportieren. In der Mission "Maskenball" war unser Auftrag, die Feier zu infiltrieren und dort eine Zielperson auszuschalten. Um zum Ball zu gelangen, konnten wir entweder eine Einladung von einem der Gäste klauen, den nassen Weg über die Kanalisation nehmen, in benachbarte Häuser einbrechen oder einfach einen harten Kampf mit dem Wachpersonal liefern. Als wir auf dem Ball waren, konnten wir entscheiden, wie wir mit der Zielperson umgehen. Wir konnten sie entweder doch verschonen und einfach betäuben, sie vergiften oder sogar ganz offen erschießen.
Die Lösungswege beeinflussen die Spielwelt
Wie wir zum Beispiel mit der Zielperson aus der Maskenball-Mission verfahren, hat große Auswirkungen auf die Spielwelt. Wenn wir sie etwa verschonen und auch sonst den sogenannten Chaosfaktor niedrig halten, d.h. wenige Wachen alarmieren oder umbringen, gibt es weniger Fieslinge in den folgenden Aufträgen und die Welt bleibt zum Schluss heller. Schön ist auch, dass Dishonored ganze drei komplett unterschiedliche Enden bietet - und damit ist nicht nur das Video zum Schluss gemeint!
Gute Konsolenfassungen
Die PC-Fassung von Dishonored sieht dank besserer Lichteffekte und höherer Auflösung etwas atmosphärischer aus, weshalb wir der Version im Zweifel den Vorzug geben würden. Doch die Unterschiede sind am Ende recht gering, sowohl die Ladezeiten als auch die Präsentation von der PS3- bzw. Xbox 360-Fassung gehen vollkommen in Ordnung. Auch Bugs sind trotz des offenen Spielprinzips sehr selten, währen unserer Test-Session hatten wir nur einen Crash, aber keine Bugs, die den Spielfluss stark gehindert hätten.
Das hat uns an Dishonored nicht gefallen
Die Schießereien machen nicht auf Dauer Laune
Quelle: PC Games
Auch Dishonored hat eine plötzliche Wendung in der Story.
Klar, ihr könnt euch auch durch die ganzen Missionen mit brutaler Gewalt durchballern, doch verkürzt sich dadurch die Spielzeit enorm und zudem machen die Kämpfe im Vergleich zu anderen aktuellen Ego-Shootern weniger Spaß. Wo Titel wie Borderlands 2 mit recht intelligenten Gegnern auftrumpfen, laufen manche Wachen in Dishonored wie Lemminge in ihren Tod und sprechen sich auch selten ab.
Der Storytwist ist vorhersehbar
Wie beinah jedes Spiel, gibt es in der Handlung von Dishonored eine plötzliche Wendung. Wer aber nicht immer schön die Ohren in den Dialogen zugehalten hat, wird mit hoher Wahrscheinlichkeit bereits 1-2 Aufträge zuvor wissen, was kommen wird.
Manche Spezialfähigkeiten sind etwas zu mächtig
Im normalen Schwierigkeitsgrad könnt ihr euch auch ohne die zehn Spezialkräfte gegen die Wachen behaupten. Bereits ab der Mitte des Spiels dürftet ihr zudem einige dieser Fähigkeiten auf die zweite von zwei Stufen verbessert haben und so etwa mit "Zeit verlangsamen" nicht nur die Zeitlupe erzeugen, sondern die Uhren tatsächlich komplett stoppen. Mit einer solchen Fähigkeit könnt ihr euch ohne Probleme an allen Wachen vorbeischleichen oder sie töten, wodurch das Spiel etwas zu leicht wird.
