Dishonored: The Knife of Dunwall im Test - Die Rückkehr nach Dunwall lohnt sich
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Unser Test zum DLC Dishonored: The Knife of Dunwall. Der zweite Zusatzinhalt für das Action-Schleichspiel ist seit dem 16. April für PC, Xbox 360 und PlayStation 3 erhältlich. Wir verraten euch, wie sich die neuen Missionen mit dem Assassinen Daud anfühlen und ob die kostenpflichtige Erweiterung ihren Preis auch wert ist. Im passenden Video zeigen wir euch zudem frische Spielszenen aus dem DLC.
Dishonored: Knife of Dunwall im Test: In dem Zusatzinhalt The Knife of Dunwall (Preis: 9,99 €) spielt ihr den Anführer der aus dem Hauptspiel bekannten Gasmasken-Assassinen, Daud. Obwohl Daud im Gegensatz zum Originalhelden Corvo eine Stimme spendiert bekommen hat, fällt es schwer, mit dem Meuchler mitzufühlen. Gelegentliche Dialoge mit seiner rechten Hand Billie sind ebenso wenig dazu angetan, der Geschichte mehr Emotionalität und Charakter zu verleihen. In dieser Beziehung liefert The Knife of Dunwall sogar eine schlechtere Leistung ab als das ursprüngliche DIshonored.
Der DLC bringt zwei große neue Meuchelmissionen mit sich, die der Qualität der Originalaufträge in nichts nachstehen. So stehen euch jeweils mehrere Wege offen, eure Zielperson auszuschalten, wahlweise auch ganz ohne Gewalteinsatz. Dabei stattet ihr einem herrlich düster dargestellten Wal-Schlachthaus und dem reichen Händlerbezirk von Dunwall einen Besuch ab. Der dritte und letzte Level enttäuscht dagegen, denn dafür haben die Entwickler einfach den überfluteten Distrikt aus Dishonored recycelt. Nur die Gegnerpositionierung unterscheidet sich.
Blöd: Die Geschichte um eine mysteriöse Frau namens Delilah dient lediglich als Auftakt zum nächsten und letzten DLC The Brigmore Witches. Dadurch fehlt eine befriedigende Auflösung der Ereignisse am Ende, egal welche der zwei Endsequenzen ihr zu sehen bekommt. Was das Add-on vor der Bedeutungslosigkeit rettet, ist das wunderbar flüssige Dishonored-Gameplay mit seiner herrlichen Bewegungsfreiheit.
Wer sich Zeit lässt, Gegner heimlich erledigt und alle Winkel der angenehm großen Levels erforscht, ist mit dem Download-Add-on gut fünf Stunden beschäftigt. Ignoriert ihr dagegen alle Nebenaufträge wie zum Beispiel die Ausführung dämonischer Rituale für die aus Dishonored bekannte Lumpengräfin, seid ihr schon nach zwei Stunden durch.
In der Haut von Daud greift ihr auf eine Reihe neuer Kräfte und Ausrüstungsgegenstände zurück, die einige von Corvos Fähigkeiten ersetzen. So beschwört ihr einen KI-Helfer herbei, grillt Feinde mit Stromschlagminen oder lenkt mit einer Betäubungsgranate mehrere Wachen auf einmal ab. Das ändert den Spielverlauf nicht dramatisch, ist aber eine prima Ergänzung zum gewohnten Arsenal.
Fazit: Wer einfach nur guten Missionsnachschub für das beste Schleichspiel des vergangenen Jahres haben will, ist bei The Knife of Dunwall bestens aufgehoben. Die maue Hintergrundgeschichte und deren unspektakuläre Auflösung gewinnt aber keine Preise.
