Disciples: Domination: Zweiter Teil der Trilogie verspricht eine gute "Might and Magic"-Alternative zu werden

Special Matthias Dammes
Disciples: Domination: Zweiter Teil der Trilogie verspricht eine gute "Might and Magic"-Alternative zu werden
Quelle: Kalypso Media

Die Disciples-Saga geht weiter: Auf der Gamescom konnten wir den düsteren Mix aus Rollenspiel und Strategie erstmals ausprobieren - und hätten gerne noch länger gespielt. Der zweite Teil der Avyanna-Trilogie ist auf einem guten Weg!

Denkt man an das Genre der Strategie-Rollenspiele, wird den meisten wohl als erstes Heroes of Might and Magic in den Sinn kommen. Das ist aber nicht die einzige Marke, die dem Genre bereits seit vielen Jahren ihren Stempel aufdrückt. Seit inzwischen mehr als 25 Jahren ist auch die Disciples-Reihe fester Bestandteil dieser Nische.

Mit Disciples: Liberation feierte die Serie im Jahr 2021 nach längerer Pause ihr Comeback. Nun haben die Entwickler von Artefacts Studio und Publisher Kalypso Media mit Disciples: Domination (jetzt kaufen 40,49 € ) den Nachfolger und zweiten Teil einer geplanten Trilogie angekündigt. Wir hatten auf der Gamescom die Gelegenheit, das Strategie-Rollenspiel selbst zu spielen und erste Eindrücke zu gewinnen.

Schicksalsjahre einer Königin

In Disciples: Domination übernehmen wir erneut die Rolle von Avyanna. Fünfzehn Jahre sind vergangen, seit sie das Land Nevendaar befreit und den Thron als Königin bestiegen hat. Doch die Zeit hat es nicht gut mit der Heldin gemeint. Sie ist zerrissen von Selbstzweifeln und der drückenden Last der Verantwortung, die mit ihrer Krone einhergeht.

Verbündete wenden sich von ihr ab und neue Kräfte gewinnen in ihrem Reich zunehmend an Einfluss. Die Entwickler versprechen, dass Disciples: Domination eine düstere und erwachsene Story über Macht, Verrat und Opferbereitschaft erzählt. Dabei sollen erneut Entscheidungen des Spielers eine wichtige Rolle spielen. Ihr entscheidet über das Schicksal von Nevendaar.

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In Echtzeit die Welt erkunden

Unsere Demo beginnt damit, dass für Avyanna eine von vier Klassen auswählen. Das kennen wir bereits aus dem Vorgänger. Je nachdem, ob wir uns für Warmaster, Primordial Ruler, Holy Regent oder Witch Queen entscheiden, verfügt unsere Heldin über unterschiedliche Fähigkeiten und Charakterwerte. Danach werden wir mit Avyanna am Hafen einer Stadt abgesetzt.

Die Erkundung der Oberwelt findet erneut in Echtzeit statt. Hier unterscheidet sich Disciples also ein wenig vom klassischen "Heroes of Might and Magic"-Konzept, bei dem auch die Erkundung der Spielwelt rundenbasiert abläuft.

Viele Spieleindrücke aus Disciples: Domination findet ihr in unserer Bildergalerie.

Bildergalerie

Aber davon abgesehen gibt es beim Erkunden der Spielwelt die üblichen Dinge zu erledigen. Wir interagieren mit NPCs, sammeln Ressourcen und übernehmen verschiedene Gebäude. Viel hat der städtische Demo-Level in dieser Hinsicht aber noch nicht zu bieten. Auch hatten wir das Gefühl, dass die interagierbaren Objekte noch etwas schwer zu erkennen waren.

Gewohnter taktischer Aufbau

Vor den Toren der Stadt wartet dann eine feindliche Truppe Kultisten auf uns. Die Kämpfe finden wie gewohnt auf eigenen Hexfeld-Arenen in guter alter Rundentaktik statt. Auch hier hat sich auf den ersten Blick wenig verändert. Genelerell hatten wir sehr häufig das Gefühl, dass uns vieles aus dem Vorgänger vertraut vorkommt. Aber das muss ja nicht zwingend etwas Schlechtes sein.

Wir starten den Kampf mit der Aufstellung für unsere Truppen. Diese sind wieder in einen aktiven Squad aus bis zu zehn Kampfeinheiten (inklusive der Heldin Avyanna) sowie drei Backline-Einheiten unterteilt. Letztere sind nicht aktiv auf dem Schlachtfeld unterwegs, unterstützen die eigenen Kämpfer aber mit hilfreichen Backline-Fähigkeiten.

Eine Kampfszene aus Disciples: Domination. Quelle: Kalypso Media Heroes of Might & Magic 3 lässt grüßen: Auch in Disciples: Domination bestreitet ihr eure Rundenkämpfe auf einem klassischen Hexfeld. Unsere Einheiten auf dem Schlachtfeld verfügen über verschiedene Arten von Aktionspunkten. Blaue können nur für Bewegungen verwendet werden, rote nur für Fähigkeiten und gelbe erfüllen beide Funktionen. Entsprechend gilt es sich gut zu überlegen, wann wir welche Aktion ausführen. Manchmal ist es auch von Vorteil, gewisse Aktionspunkte nicht einzusetzen, da uns die verbliebenen Punkte je nach Art einen nützlichen Buff gewähren und auch heilen können.

Ein bisschen mehr Herausforderung bitte

Beim Bewegen unserer Kampfeinheiten müssen wir neben den Positionen des Feindes auch wieder auf physische Hindernisse und Fallen achten. Abgesehen davon ist das Kampfgebiet in der Demo aber noch recht unspektakulär. Da hat das Spiel in späteren Phasen hoffentlich noch deutlich mehr zu bieten. Zusätzliche Vertikalität wäre zum Beispiel ganz spannend. Zur Erinnerung: Einer unserer Kritikpunkte am Vorgänger war unter anderem, dass die Kämpfe häufig viel zu leicht waren.

Immerhin hatten wir beim Kampf in der Gamescom-Demo schon ein wenig das Gefühl, dass hier Potenzial für größere Herausforderungen steckt. Die Gegner hielten einiges aus und haben auch ganz gut ausgeteilt. Wir hatten zwar keine große Mühe, den Kampf am Ende für uns zu entscheiden, aber die Entwickler versicherten uns, dass das Team viel am Balancing gearbeitet habe.

Nach dem Kampf war die Demo leider schon vorbei. Wir hätten gerne noch ein wenig weiter gespielt. Denn Disciples: Domination schein sehr gut dort anzuknüpfen, wo Liberation aufgehört hat. Es sieht jetzt alles noch ein wenig schicker aus und die Story einer gefallenen Herrscherin, der ihr Reich entgleitet, klingt vielversprechend. Wenn die Entwickler auch wirklich daran gearbeitet haben, die Schwachpunkte des Vorgängers zu verbessern, steht uns eine gute Alternative zu Heroes of Might and Magic ins Haus.

Meinung

Disciples: Domination erscheint 2026 für PC, PS5 und Xbox Series S/X. Auf Steam könnt ihr euch das Spiel bereits vormerken und auf eure Wishlist setzen. Lese-Tipp: Falls ihr euch auch für den ersten Teil der Avyanna-Trilogie interessiert, empfehlen wir euch unseren Test zu Disciples: Liberation. Das Spiel ist bereits Ende 2021 erschienen.

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