Vorschau zu Digimon Survive: Survival-Rollenspiel mit Taktik und Persona-Flair

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Vorschau zu Digimon Survive: Survival-Rollenspiel mit Taktik und Persona-Flair
Quelle: PC Games

Was die Stärke der Marke betrifft, mussten sich die Digimon den allseits beliebten Pokémon seit jeher geschlagen geben. Auf Digimon Survive solltet ihr trotzdem ein Auge haben! In der Vorschau zum neuen Digimon-Spiel erfahrt ihr alles, was ihr wissen müsst.

Nicht viel später als die Pokémon erblickten die Digimon in den 90er-Jahren das Licht der (digitalen) Welt. Als Weiterentwicklung des Tamagotchi konnten Japaner ab Juni 1997 Taschenmonster herumtragen, sie pflegen und gegeneinander kämpfen lassen. Aus dem Hosentaschenspiel erwuchs bald eine Marke mit beträchtlichen Ausmaßen, mit vielen Anime-Serien, Mangas, Filmen und natürlich auch Spielen im Schlepptau. Im Vergleich zur Nintendo-Konkurrenz ging es bei den Digimon-Kollegen stets etwas düsterer zu, die Kreaturen sehen teilweise martialischer aus - außerdem können Digimon sprechen! Aus den Grundzutaten strickt Bandai Namco nun ein Survival-Rollenspiel mit taktischem Kampfsystem und Persona-Flair. Spannende Mischung!

Schüler und Helden

In Digimon Survive (jetzt kaufen 14,57 € / 42,49 € ) schlüpft ihr in die Rolle des Helden Takuma Momotsuka, einem Schüler von etwa 11 Jahren. Beim Aufenthalt im Feriencamp wird er während des Besuchs eines Schreins in eine fremde, bedrohliche Welt voller Monster entführt. Dort macht Takuma Bekanntschaft mit Agumon, das orange Dino-Digimon, an das sich ältere Semester vielleicht noch als Begleiter von Held Tai aus der ersten Anime-Serie erinnern, die 2000 in Deutschland ausgestrahlt wurde. Ändern oder anpassen könnt ihr den Helden übrigens nicht, er ist der festgelegte Protagonist des Rollenspiels. Immerhin muss er nicht alleine ums Überleben kämpfen, auch andere Kinder sind in die Digimon-Welt gerutscht. Etwa die ruhige Aoi mit ihrem Digimon-Partner Labramon und der stets vergnügte Minoru, ein Klassenkamerad von Takuma, mit seinem Monsterbegleiter Falcomon. Wahrscheinlich werdet ihr weitere Menschen treffen und die Gruppe der Kämpfer wächst an. Ein wichtiger Bestandteil des Abenteuers sind Gespräche und Entscheidungen. Es kann dabei durchaus zu ernsten Konsequenzen kommen, bis hin zum Tod von Mitstreitern! Das Konzept von Digimon Survive erinnert in dieser Hinsicht an japanische Visual Novels oder Mix-Rollenspiele wie Persona 5. Unterschiedliche Enden hat das Spiel auch in petto, und selbst die Digitationen der Monster hängen davon ab, wie ihr euch verhaltet. Doch der Titel hat noch mehr zu bieten!
Wargreymon attackiert – man erkennt es nicht so gut, aber vermutlich ist <br> der Gegner ein Okuwamon, ein Insekten-Digimon vom Typ Virus. Quelle: PC Games Wargreymon attackiert – man erkennt es nicht so gut, aber vermutlich ist
der Gegner ein Okuwamon, ein Insekten-Digimon vom Typ Virus.

Zug um Zug zum Sieg

Klar, zu Digimon gehört Action dazu und die kommt in Survive neben all den harten Entscheidungen nicht zu kurz. Abseits der Gespräche und des Untersuchens der Umgebung tragt ihr rundenbasierte Gefechte auf schachbrettartigen Feldern aus. Etwa 100 spielbare Digimon tauchen im Abenteuer auf - natürlich sind das sehr viel weniger als bei Pokémon Schwert und Pokémon Schild, allerdings betont Producer Habu, dass es in Digimon Survive auch nicht in erster Linie darum gehen soll, alle Taschenmonster zu sammeln, sondern dass Story und Kämpfe im Mittelpunkt stehen. In den Auseinandersetzungen wählt ihr unterschiedliche Attacken und, ausreichend Energiereserven vorausgesetzt, die Option, eure Monster durch Digitation zu verwandeln. Energie bezieht ihr unter anderem, indem ihr während der Kämpfe mit Digimon sprecht und Attacken landet. Aber sicher wird es noch andere Möglichkeiten geben, die Energievorräte aufzufüllen. Die ersten Bilder zeigten vor allem Eindrücke aus Duellen in einer Waldumgebung, sicherlich wird es aber nicht bei dieser einen Gegend als Spielplatz bleiben. Rechts etwa erkennt man einen Flur in einer Art verfallenem Palast, in dem sich die Digimon der Helden herumtreiben. Das Schachbrettmuster auf dem Boden wie­derum, das den Bewegungsradius der Figuren anzeigt, erinnert an Taktik-­Rollenspiele wie Advance Wars oder auch Fire Emblem: Three Houses.
Greymon in der Mitte ist ein Digimon des Champion-Levels und eine der <br> möglichen Digitationen von Agumon, dem Begleiter des Helden im Spiel. Quelle: PC Games Greymon in der Mitte ist ein Digimon des Champion-Levels und eine der
möglichen Digitationen von Agumon, dem Begleiter des Helden im Spiel.

Kein Sci-Fi, dafür Survival

Die Digimon-Spiele folgen keinem so festgelegten Muster wie die Pokémon-Spiele. Dementsprechend haben die Entwickler auch stets mehr Freiheiten beim Umsetzen der Abenteuer. Digimon Survive wirkt mit seiner Mixtur aus Visual Novel und Taktik-Rollenspiel auf jeden Fall interessant und dürfte auch für diejenigen geeignet sein, die mit den digitalen Monstern bislang keinen Kontakt genossen haben - Vorkenntnisse werden mangels eines Vorgängerspiels nicht benötigt, die Digimon-Welt ist für die Helden selbst auch ganz neu. Sci-Fi-Elemente wie im letzten großen Digimon-Spiel Cyber Sleuth sollen bei Survive übrigens nicht zum Einsatz kommen. Wie es um die titelgebenden Survival-Elemente im Spiel bestellt ist, wurde bislang noch nicht näher ausgeführt. Vermutlich gibt es eine Art Basis-Management, bei dem ihr euch um Verpflegung und andere Vorräte kümmern müsst. Wenn der Release-Termon, äh, Release-Termin näherrückt, gibt es sicher weitere Neuigkeiten. Allerdings wurde die Veröffentlichung verschoben, Digimon Survive erscheint erst 2020 statt wie ursprünglich geplant Ende 2019, und zwar weltweit für Switch, PS4, Xbox One und PC.

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