Die Träumer

Test

Die Träumer Erfolgsregisseur Bernardo Bertolucci erinnert sich an die Zeit des gesellschaftlichen und sexuellen Aufbruchs im Paris von 1968. Im Mittelpunkt seines Filmes stehen drei junge Leute: Der überhebliche Theo (Louis Garrel), seine attraktive Schwester Isabelle (Eva Green) und der schüchterne, naive Amerikaner Matthew (Michael Pitt).

Während auf den Straßen demonstriert wird, verführt das Geschwisterpaar Matthew in der elterlichen Wohnung zu einem Film-Ratequiz, das sich nach und nach in Sexspielchen wandelt, in denen die Grenzen bürgerlicher Moral überschritten werden.

Ausschnitte von Filmklassikern (u.a. Jean-Lucs Godards "Die Außenseiterbande") werden nachinszeniert und verknüpfen sich mit der Geschichte der drei Jugendlichen.

Im Audiokommentar betont Bertolucci, dass er es aus Gründen der Realitätsnähe ablehnte, im Studio zu drehen. Absichtlich vermied er es auch, die Schauspieler die Szenen zunächst proben zu lassen; sie sollten an ihre Rollen möglichst frisch und unbefangen herangehen.

Als weitere Extras bietet die DVD kurze, deutsch untertitelte Interviews mit dem Regisseur und den Darstellern Pitt, Green und Garrel. Dazu kommen eine werbelastige, ca. fünfminütige Featurette, eine unkommentierte B-Roll sowie Produktionsnotizen auf Texttafeln. SB n

Fazit

Film-Check: Den Geist der ?68-er spiegelt die freizügige Roman-Verfilmung nur bruchstückhaft. Der Fokus liegt auf dem Verhältnis des jungen Amerikaners zu den inzestuös veranlagten Geschwistern.
DVD-Fazit: Die vielen Zitate aus der Filmgeschichte werden Cineasten bei dieser Menage à trois gefallen. Der Kommentar und die Produktionsnotizen lohnen, audiovisuell ist die Disc passabel.

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