Die Sims 4 auf PS4 im Test: Grausige Gamepad-Steuerung & fabelhafte Features
Test
Drei lange Jahre mussten sich Konsolenbesitzer gedulden, aber jetzt ist es endlich soweit: Die Sims 4 erscheint für PS4 und Xbox One! Wir haben die Konsolen-Version mal ganz genau unter die Lupe genommen und (fast) jedes Feature getestet, das der vierte Teil der Sims-Reihe uns zu bieten hat. Ob der Konsolen-Release wirklich so ein großer Grund zur Freude ist, klären wir in unserem Test, bei dem wir uns mit der PS4-Version beschäftigt haben.
Die Sims 4 (jetzt kaufen ) tritt in die Fußstapfen einer langen Reihe von wunderbar detaillierten und witzigen Lebenssimulationen, die so kaum noch einmal auf dem Markt zu finden sind. Unzählige Erweiterungen und die Möglichkeit, so viele Sims zu erstellen, wie ihr wollt, bieten schier endlose Stunden Spielspaß. In unserem Test zur PC-Version von Die Sims 4 haben wir jedoch schon bemerkt, dass Teil 4 nicht mehr ganz so gut abschneidet wie seine Vorgänger. Hat sich das in den drei Jahren bis zur Konsolen-Version vielleicht geändert?
Inhaltsverzeichnis
- 1 Die Sims 4 im PS4-Test: Charaktererstellung
- 2 Die Sims 4 im PS4-Test: Schaffe', schaffe', Häusle baue'
- 3 Die Sims 4 im PS4-Test: Wiedersehen macht Freude
- 4 Die Sims 4 im PS4-Test: Anger Management
- 5 Die Sims 4 im PS4-Test: Gamepad-Gruselkabinett
- 6 Die Sims 4 im PS4-Test: Bringt Zeit mit
- 7 Die Sims 4 im PS4-Test: Fazit und Wertung
Die Sims 4 im PS4-Test: Charaktererstellung
Quelle: PC Games
Die Auswahl im Charakter-Editor ist wirklich groß. Ihr könnt zwischen diversen Frisuren, Augen, Farben, Nasen und so weiter wählen und diese dann auch noch weiter bearbeiten.
Zunächst geht es natürlich an die Charaktererstellung, wo ihr ganz schön viel Zeit verbringen könnt. Wählt für euren Sim das Geschlecht, den Namen, die Gangart, den Klang seiner Stimme und ein Bestreben aus. Will er Künstler werden, liebt er die Natur oder ist er einfach nur auf das große Geld aus? Mit drei Attributen gebt ihr dem unbeschriebene Blatt noch ein wenig Charakter mit: Ist er faul oder ordentlich, kreativ oder gemein, ein Bücherwurm oder Technikfreak?
Quelle: PC Games
Das Bestreben des Sim ist sein Ziel im Leben. Möchte er reich werden, alles Wissen in sich aufsaugen oder der beste Sportler werden? Das ist euch überlassen!
Dann geht's ans Eingemachte: Gestaltet euren Sim nach eurem Belieben. Durch die neuen Detailverbesserungen könnt ihr nicht nur aus vorgefertigten Optionen für Gesicht, Augen, Nase usw. wählen, sondern könnt diese auch individuell bearbeiten! Mit ein wenig Zeit könnt ihr sogar bekannte Gesichter erstellen oder euer eigenes. Die Kleiderwahl ist zwar nicht wirklich ausgeprägt, aber wenigstens bieten die Klamotten diverse Farbmuster, so ist für (fast) jeden etwas dabei.
Die Sims 4 im PS4-Test: Schaffe', schaffe', Häusle baue'
Quelle: PC Games
Der Bau-Editor ist übersichtlich und funktioniert einwandfrei. Lediglich die Gamepad-Steuerung macht ihn etwas umständlich.
Wenn ihr euren Sim erstellt habt (oder auch mehrere), wählt ihr zwischen drei Nachbarschaften aus. Dort könnt ihr mit eurem Startkapital von 20.000 Simoleons entweder ein Grundstück kaufen oder ein kleines (möbliertes) Haus, das ihr dann mit dem Bau-Editor noch weiter anpassen könnt. Ihr könnt sogar in der Konsolen-Version Cheatcodes eingeben, was vor allem Freunde von Motherlode freuen wird, dem typischen Cheat für Die Sims. Motherlode bringt euch satte 50.000 Simoleons, womit der Hausbau und der Kauf der luxuriösesten Gegenstände kein Problem ist.
Solltet ihr euch eine freie Fläche kaufen, um ein eigenes Haus zu designen, wird es euch freuen, dass der Bau-Editor sehr übersichtlich ist. Sogar Fundamente können jetzt ohne Probleme nachträglich erhöht oder abgesenkt werden, und der Dächerbau ist ebenfalls vereinfacht worden. Was sich seit unserem Test zur PC-Version geändert hat, ist, dass es jetzt wieder Pools gibt, die ihr für eure Sims bauen könnt und auch die Spülmaschine ist im Möbelmenü wieder aufgetaucht. Ein Hurra für alle spülgeschundenen Hände!
Für bereits eingerichtete Häuser gibt es im Menü noch reichlich Möbel, Dekoration, elektronische Geräte und Pflanzen zu entdecken. Auch Wandfarben und Bodenbeläge findet ihr wie Sand am Meer, meist ist das passende dabei. Wenn nicht, müsst ihr vielleicht doch erst einmal etwas Geld verdienen, um euch den teuren polierten Dielenboden leisten zu können.
Die Sims 4 im PS4-Test: Wiedersehen macht Freude
Quelle: PC Games
Und für wen Abwaschen ein lästiges Übel ist, dem ist mit der einzigen (!) Spülmaschine im Spiel geholfen. Diese ist fast in Dauerbetrieb!
Features, die in der PC-Version gestrichen waren, gibt es jetzt von Anfang an in Die Sims 4. Den Pool und die Spülmaschine haben wir ja bereits erwähnt, aber auch die Kleinkinder sind zurück! Bringt den kleinen Quälgeistern das Sprechen, Laufen und aufs Töpfchen gehen bei und seht dabei zu, wie sie immer geschickter werden. Leider ist eines immer noch nicht verschwunden: Die ewigen Ladezeiten beim Ortswechsel sind echt echtes Manko und unterbrechen den sonst ziemlich flüssigen Spielverlauf sichtlich. Da überlegt man es sich zwei Mal, ob man in die Stadt zum Fitnessstudio geht, oder sich einfach mal schnell ein Laufband ins Haus stellt.
Die Sims 4 im PS4-Test: Anger Management
Quelle: PC Games
Euer Sim kann auf verschiedene Weisen Fähigkeiten erlernen. Eine davon ist das Fernsehen! Schaut der Sim einen Kochkanal, steigt seine Kochfähigkeit. Sieht er eine Comedy-Sendung, steigt diese Fähigkeit.
Nicht mehr nur die Bedürfnisse wie Hunger und Schlaf müsst ihr im Auge behalten. Denn eure Sims haben nun auch Launen bekommen. Sie können verspielt, inspiriert oder auch angespannt sein und diese Launen bringen wiederum je drei Wünsche hervor. Wenn ihr diese erfüllt, könnt ihr die Belohnungspunkte für coole Features einlösen. Außerdem werden durch die Launen Dialog- und Handlungsoptionen beeinflusst, achtet also immer darauf, wie ihr euren Sim glücklich machen könnt. Die Launen lassen die Sims lebendiger wirken, als wären sie tatsächlich kleine Persönchen, die unter eurem Schutz stehen.
Die Sims 4 im PS4-Test: Gamepad-Gruselkabinett
Die schlechte Nachricht kommt nach der Guten: Die Gamepad-Steuerung für Die Sims 4 ist extrem gewöhnungsbedürftig. Wo ihr am PC einfach mit der Maus fröhlich herumklickt, müsst ihr euch an der Konsole entweder mit den Schultertasten durch die einzelnen Punkte schalten oder mühselig mit dem Cursor per Analogstick euer Wunschfeld anwählen. Leicht ist was anderes! Wenn ihr aber ein bisschen gespielt habt, gewöhnt ihr euch halbwegs an die Steuerung. Umständlich ist sie trotzdem und vor allem die Detailverbesserungen im Erstellungsmenü lassen sich dadurch sehr schwer und ungenau steuern.
Die Sims 4 im PS4-Test: Bringt Zeit mit
Quelle: PC Games
Die Kleinkinder sind wieder da! Juhu! Zum Start der PC-Version gab es diese nämlich nicht mehr. Nachdem sich aber viele Fans beschwerten, kamen sie auch am PC zurück. In der Konsolen-Version sind sie von Anfang an dabei.
Wer Die Sims schon einmal gespielt hat weiß, dass man sich in der Lebenssimulation sehr gut verlieren kann. Doch vor allem die langen Ladezeiten unterbrechen das Spielerlebnis wesentlich. Wir hatten zu Anfang auch Probleme im Charakter-Editor, unsere Befehle wurden nicht angenommen und erst nach drei Neustarts konnten wir flüssig unsere Figuren erstellen. Dennoch performt Die Sims 4 einigermaßen solide auf der Konsole, abgesehen von ein paar wenigen Rucklern.
Ob Die Sims 4 ein würdiger Nachfolger für die vorherigen Teile der Reihe ist? Nein, das nun nicht gerade. Aber das Spiel ist auch keine komplette Katastrophe. Technisch läuft es auf der Konsole größtenteils gut, die Features, die zu Anfang in der PC-Version noch fehlten, sind direkt verfügbar, und das Spielprinzip ist in Teil vier immer noch nicht altbacken. Und wer keine Lust hat, eine Familie zu kreieren und ihr Leben zu managen, kann auch den üblichen Spaß mit Die Sims 4 haben: Sperrt euren Sim ein und wartet auf den Tod, nutzt Motherlode und baut prächtige Villen oder Seriensets oder erstellt eine unendliche Zahl an Figuren. Spaß macht Die Sims 4 nämlich auf jeden Fall. (Die Sims 4 in der Wikipedia.)
