Die Nacht der lebenden Loser

Test

Tot -- aber glücklich: Drei Verlierertypen lassen als Zombies endlich mal so richtig die Sau raus

Eine missglückte Voodoo-Beschwörung auf dem Friedhof, der die jugendlichen Außenseiter Philip (Tino Mewes), Wurst (Manuel Cortez) und Konrad (Thomas Schmieder) eher zufällig beiwohnen, hat ungeahnte Nebenwirkungen. Nach einem Autounfall wachen alle drei als Zombies im Leichenschauhaus auf. Schnell erkennen die Verlierer die Vorzüge, die das neue Dasein mit sich bringt: Schmerzresistent und mit übermenschlichen Kräften ausgestattet, avancieren sie schnell zu Stars an ihrer Schule.

Doch die Schattenseiten lassen nicht auf sich warten. Immer schwerer fällt es dem Trio, dem Verlangen nach Menschenfleisch zu widerstehen. Und das Festtackern von abgefallenen Körperteilen kann auch keine Dauerlösung sein. Zum Glück weiß Philips Grufti-Nachbarin Rebecca (Collien Fernandes) Abhilfe.

Totentanz

Die Ausstattung der DVD kann sich sehen lassen. Wie schon bei seinem Regiedebüt "Feuer, Eis & Dosenbier" lieferte Mathias Dinter einen Audiokommentar mit Anmerkungen zu Tricktechnik, Locations und Darstellern. Der knapp zweiminütige Blick hinter die Kulissen konzentriert sich auf die Rugby-Szene. Hinter "Deleted und Extended Scenes" verbergen sich sich neun optional vom Filmemacher kommentierte Aufnahmen.

Beim achtminütigen "Fun Scenes"-Video handelt es sich um einen Zusammenschnitt von Versprechern der Darsteller. Hier gibt es auch Sequenzen aus dem ursprünglichen Ende zu sehen, das ebenfalls unter den Special Features zu finden ist.

Die Interviews mit Cast & Crew sind nicht allzu umfangreich ausgefallen. Weitere Extras sind Textinformationen zum Regisseur und seinen Hauptdarstellern, eine vierteilige Trailershow sowie Oliver Stones Epos "Alexander" als "besonderer Filmtipp". FE n

Fazit

Film-Check: Nüchtern betrachtet, ist die "Nacht der lebenden Loser" eine typisch deutsche Schulkomödie -- nur eben mit Zombies. Nicht alle Gags zünden und die Dialoge und Kalauer bleiben platt. Dennoch ist der Film weitaus lustiger als Mathias Dinters Regie-Einstand und somit durchaus einen Blick wert -- wenn man keine allzu hohen Ansprüche stellt.
DVD-Fazit: Mit dem Witz der britischen Hit-Komödie "Shaun of the Dead" kann sich "Die Nacht der lebenden Loser" zu keiner Zeit messen. Langweilen wird man sich hier aber dennoch kaum. Bei der DVD hat man sich Mühe gegeben. Das Bild ist zwar nicht perfekt, dafür ist der Sound überaus gelungen. Die Extras überzeugen qualitativ und quantitativ.

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