Zorro ist zurück: Antonio Banderas schwingt wieder die Peitsche und Catherine Zeta-Jones ist attraktiver denn je. Olé!
Abenteuer Wenn die Fortsetzung erst sieben Jahre nach dem Vorgänger erscheint, ist das in Hollywood eine lange Zeit. Im Jahr 2005 feierte eine Legende ihre Rückkehr auf die Leinwand, nach der sich seit dem letzten Film 1998 Fans in aller Welt gesehnt hatten. Es handelte sich um einen schwarz gekleideten Gerechtigkeitsfanatiker, der seine wahre Identität hinter einer Maske verbirgt, und seine Kräfte zum Wohl des Volkes einsetzt. Wie erwartet wurde "Batman Begins" zum Hit.
Das inhaltlich ähnlich gestaltete Sequel zu "Die Maske des Zorro" (1998) war dagegen nicht ganz so erfolgreich. Obwohl mit Martin Campbell (s. Interview S. 84) derselbe Regisseur am Werk war und ihm dieselben Hauptdarsteller zur Verfügung standen, schaffte es "Die Legende des Zorro" (2005) mit einem globalen Box Office von 138 Millionen Dollar nicht, an den Erfolg des Vorgängers (Einspiel 250 Millionen Dollar) anzuknüpfen. Aber keine Sorge -- bei den relativ geringen Kosten von ca. 75 Millionen Dollar dürfte der Film mit Hilfe der DVD-Auswertung dennoch zu einem profitablen Geschäft werden.
Staatsakt
Weil Edelmime Anthony Hopkins aus dramaturgischen Gründen nicht in die Fortsetzung des Zorro-Streifens gepasst hätte, führte man die Geschichte zwangsläufig ohne ihn fort. Mitte des 19. Jahrhunderts ist Kalifornien eine arme Provinz mexikanischer Prägung. Eine Wahl soll darüber entscheiden, ob das Land zum 31. Bundesstaat der USA wird.
Die Mehrheit der Bevölkerung ist dafür, ein alter Geheimbund jedoch dagegen. Vor allem der fiese Rassist Jacob McGivens (Nick Chinlund) und seine Schergen intrigieren immer wieder und schrecken auch vor Gewalt nicht zurück. In solchen Momenten steht den wehrlosen Wählern nur einer zur Seite: Zorro alias Alejandro de la Vega (Antonio Banderas).
Der hat diesmal gleich mehrere Probleme. Seine Frau Elena (Catherine Zeta-Jones) ist stinksauer, weil er sein Versprechen nicht einhält, sich endlich mehr um die Erziehung des gemeinsamen Sohnes Joaquin (Adrian Alonso) zu kümmern. Schließlich verlässt sie ihren Gatten. Alejandro fällt daraufhin in ein tiefes Loch und versucht, seinen Frust in Alkohol zu ertränken. Als Elena dann auch noch mit dem adligen Schnösel Armand (Rufus Sewell) anbändelt, steht Alejandro vor einer schweren Entschei- dung. Soll er um seine Familie oder für sein Volk kämpfen?
