Die Insel

Test

Jeder Mensch will länger leben, dies liegt in unserer Natur verankert. Aber wie weit würde man gehen, um das eigene Dahinscheiden hinauszuzögern? Michael Bay stellt in seinem neusten Großprojekt genau diese Frage. Wenn wir uns klonen könnten, würden wir es tun?

Fragwürdig

Für Lincoln Six-Echo (Ewan McGregor, "Star Wars: Episode I - III") kann das nicht der einzige Lebensinhalt sein. Von unerklärlichen Albträumen geplagt und von Neugier getrieben, beginnt er, das totalitäre System zu hinterfragen. Wer trifft die Entscheidungen? Warum werden immer noch ständig neue "Überlebende" gefunden? Ist draußen wirklich alles kontaminiert?

Untermauert wird Lincolns Skepsis von seinen unbemerkten Streifzügen durch Gänge und Schächte fernab der Überwachungskameras, um mit McCord (Steve Buscemi, "Con Air", "Armageddon") ein paar Runden zu plaudern. McCord ist ein Arbeiter von Merrick Biotech, der sich verbotenerweise mit Lincoln angefreundet hat.

Dann entdeckt Lincoln auf einem seiner Ausflüge die grausame Wahrheit: Sein ganzes Leben ist eine einzige große Lüge. Gerade als ihm wirklich bewusst wird, weshalb er existiert, gewinnt seine Freundin Jordan Two-Delta (Scarlett Johansson, "Lost in Translation") die Lotterie und damit den Umzug auf die viel versprechende Insel. Lincoln bleibt kaum Zeit, ihr zu erklären, dass es diese gar nicht gibt und flüchtet mit der naiven Schönheit aus dem Untergrundbunker.

Aus Angst, die Bevölkerung könnte von seiner illegalen Klonstätte erfahren, hetzt Merrick den beiden eine schwer bewaffnete Elite-Sicherheitstruppe, angeführt von Söldner Albert Laurent (Djimon Hounsou, "Constantine", "Gladiator") auf den Hals. Es beginnt eine gnadenlose Hightech-Verfolgungsjagd in einer für Lincoln und Jordan völlig unbekannten Welt ...

Einsames Eiland

Falsches Marketing, Fehlbesetzung oder einfach nur schlechtes Timing? So richtig kann man sich das Scheitern der jüngsten Krawallorgie aus dem Hause Michael Bay nicht erklären. Bei einem geschätzten Produktionsbudget von 126 Mio. Dollar (zuzüglich Werbungskosten) und mageren 36 Mio. Dollar US-Boxoffice lässt sich der Begriff "Flop" hier nur schwer vermeiden. Immerhin konnte das weltweite Einspiel von rund 160 Mio. Dollar das Projekt vor einem totalen "Baysaster" retten.

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