Die Hochzeits-Crasher

Test

Owen Wilson und Vince Vaughn verwandeln als Party-Schwindler jede noch so lahme Hochzeit in ein rauschendes Fest

Die langjährigen Freunde John (Owen Wilson) und Jeremy (Vince Vaughn) gehen am Wochenende einem ausgefallenen Hobby nach: Sie schleichen sich auf fremden Hochzeiten ein, um massig Drinks und Köstlichkeiten abzugreifen und zu später Stunde die Brautjungfern flachzulegen.

Dank eines ausführlichen Kataloges von Verhaltensmaßnahmen sind die beiden bisher noch nie aufgeflogen. Doch auf dem größten Hochzeits-Event des Jahres verstößt John gegen die Regeln und verliebt sich in die hinreißende, aber verlobte Claire (Rachel McAdams), Tochter des Finanzministers Cleary (Christopher Walken).

Und auch Jeremy erwischt es richtig böse. Er gerät in die klammernden Fänge von Claires sexbesessener Schwester Gloria (Isla Fisher), die ihn den letzten Nerv kostet. Doch John möchte Claire unbedingt näher kennen lernen und überredet Jeremy, das Wochenende auf dem noblen Anwesen der Familie zu verbringen ...

Crash-Kurs

Wer schon immer einmal wissen wollte, wie man sich erfolgreich bei Hochzeiten einschleicht, sollte nicht nur den Film, sondern auch das Bonusmaterial gesehen haben. Darin steuern die beiden Party-Profis nicht nur einen Audiokommentar bei, sondern verraten auch ihre ultimativen "Crashing-Regeln".

Regisseur David Dobkin hat einen weiteren Kommentar eingesprochen und gibt auf Wunsch auch Erklärungen zu den entfallenen Szenen ab. Weitere Statements des "Shanghai Knights"-Regisseurs lassen sich unter dem Menüpunkt "Zuschauerreaktionen" anhören. Hier gibt es drei der besten Szenen des Films mit der Geräuschkulisse des voll besetzten Kinosaals während der Vorpremiere. Wie viel Aufwand hinter der Produktion des Films steckt, zeigt schließlich noch das kurze Making of mit dem Titel "Ein Event planen".

Fazit

Film-Check: Trotz der für eine Komödie doch recht stattlichen Laufzeit von knapp zwei Stunden stehen "Die Hochzeits-Crasher" für pure kurzweilige Unterhaltung. Zwar kann Regisseur David Dobkin das im ersten Drittel vorgelegte Tempo nicht ganz halten, aber es gibt dennoch keine Szene, die dem Zuschauer nicht ebenso so viel Spaß bereiten würde wie den beiden überdrehten Hauptakteuren.Owen Wilson und Vince Vaughn harmonieren perfekt und sorgen für unzählige -- zum Teil recht schlüpfrige -- Gags. Die Nebenrollen sind ebenfalls durchweg bestens besetzt, einzig das etwas zu kitschige Hollywood-Ende schmälert den sonst so positiven Eindruck etwas.
DVD-Fazit: Die Scheibe bietet eine ordentliche Bildqualität und einen angenehmen, komödientypischen Ton. Unter den Extras vermissen wir einmal mehr die deutschen Untertitel bei den durchaus hörenswerten Audiokommentaren.

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