Kann die deutsche Wirtschaftssimulation in Zeiten der Finanzkrise auch auf dem DS überzeugen?
Quelle: Games Aktuell
Die Gilde DS
Was seit 2002 auf dem PC bereits Freunde von Wirtschaftssimulationen begeistern kann, funktioniert auch auf dem DS überraschend gut! Im Mittelalter arbeitet ihr euch vom armen Kaufmann bis zum angesehenen Meister der Handelsgilde hoch, indem ihr einen von drei Wegen einschlagt. Ihr könnt ein Wirtschaftsimperium aufbauen und eure Konkurrenten mit monetären Mitteln überflügeln, euch Titel und Ansehen kaufen oder aber durch hinterlistige Maßnahmen wie Überfälle eure Mithändler um ihre wohlverdienten Güter bringen.
Die Qual der Wahl
Je nachdem, für welche Vorgehensweise ihr euch entscheidet, könnt ihr euren Charakter mit unterschiedlichen Fähigkeiten ausstatten, wie beispielsweise einer besonderen rhetorischen Begabung oder einem flotten Schwertarm. Ihr reist im Spiel von Stadt zu Stadt, ermittelt die besten Preise für die fünf Handelswaren, feilscht mit anderen Händlern oder stehlt ihre Waren. Das Ganze läuft über mehrere Minispiele ab, von denen der Kampf leider aufgrund hektischen Tippens am wenigsten überzeugen kann. Bei den witzigen Rededuellen mit anderen Händlern verbindet ihr auf dem Touchscreen Silben zu passenden Wörtern. Sobald ihr genug Geld zusammenhabt, könnt ihr Kontore beauftragen, den Handel in einer Stadt für euch zu übernehmen, komplette Betriebe kaufen, um selbst Waren produzieren zu können, oder sogar Handel mit Städten in weiter Ferne treiben.
Wappenkunde
Die gelungene Atmosphäre gewinnt durch einige Kleinigkeiten noch zusätzlich, da ihr etwa Menüs bestätigt, indem ihr euer Siegel in Wachs drückt oder Abkommen über den Touchscreen unterzeichnet.
Schade ist aber, dass sich das Spielprinzip nach einer Weile ständig wiederholt und der Weg zum Gildenmeister so auf Dauer ziemlich eintönig wird. Trotzdem ist Die Gilde eine gelungene und vor allem atmosphärische Wirtschaftssimulation für den Nintendo DS.
Lest auf der nächsten Seite das Fazit zur deutschen Handelssimulation!
