Ob finsterer Schwarzmagier, diebischer Beutelschneider oder fleißiger Zimmermann -- die mittelalterliche Berufswelt ist alles andere als langweilig.
Früher war alles härter
Verhandlungssache: Stehen Sie vor Gericht, kann Ihr Rhetorik-Talent Ihnen den Hals retten. (PC)
Ziel von "Die Gilde 2" ist es, eine Dynastie zu gründen und deren Fortbestand zu sichern. Dafür brauchen Sie aber erst mal einen Erben. Zum Glück gibt es genug Heiratswillige in der Stadt, sodass Sie schon bald mit Geschenken und schmeichelnden Worten um den künftigen Ehepartner buhlen können. Dass man zusätzlich über Beruf und Vermögen des oder der Liebsten informiert wird, hat ökonomische Gründe: Ein zusätzlicher Batzen Bargeld hilft bei der Existenzsicherung, eine bestimmte berufliche Position bei der Wahrung Ihrer wirtschaftlichen Interessen.
Wenn Sie beispielsweise als Schneider arbeiten, ist es sinnvoll, eine Bäuerin zur Frau zu haben, deren Hof Sie mit Schafswolle versorgt. Weitere benötigte Waren erstehen Sie auf dem Markt. Das Handeln verkommt allerdings schnell zum Herumgeklicke -- und das nervt. Den sozialen Aufstieg schaffen Sie nur, wenn Sie sich auch politisch engagieren. Aber Vorsicht: Sollten Sie bei unlauteren Machenschaften wie Bestechung ertappt oder mit einem Mordversuch in Verbindung gebracht werden, finden Sie sich schnell vor Gericht wieder.
Hoffentlich haben Sie dann genug durch Aktionen verdiente Erfahrungspunkte in nützliche Talente wie Rhetorik investiert, um die Geschworenen milde stimmen zu können. Werden Sie nämlich hingerichtet, ohne einen Nachkommen gezeugt haben, endet Ihre Blutlinie -- und damit auch das Spiel.
