Das Spiel zum Weihnachts-Movie -- üble Lizenzgurke oder Spielspaß-Granate? Hier gibt's die Antwort.
Im Zweiten Weltkrieg leiden die Briten unter den Angriffen deutscher Kampfbomber. Die vier Kinder Edmund, Susan, Lucy und Peter werden zu ihrer eigenen Sicherheit aufs Land gebracht, wo sie im Haus eines Professors unterkommen. Bald findet die kleine Lucy einen magischen Schrank, der ins verwunschene Land Narnia führt. Dort herrscht die böse weiße Hexe Jadis.
Kinder an die Macht
Die ersten Levels, die euch nach Narnia führen, fungieren als Tutorial. Hier erlernt ihr die Steuerung und die Fähigkeiten der Kinder. Ihr könnt jederzeit zwischen den Charakteren hin- und herschalten und ihre Begabungen einsetzen. Die kleine Lucy kann beispielsweise durch schmale Öffnungen kriechen und an Orte gelangen, die für die anderen unerreichbar wären. Susan benutzt Fernwaffen -- mit Schneebällen kann sie Feuer löschen, mit ihrem Bogen setzt sie weiter entfernten Feinden zu. Ihr kauft euch nach und nach neue Fähigkeiten hinzu, die grundlegenden Kräfte der Charaktere und die Kombinationsmöglichkeiten bleiben aber erhalten und dienen dazu, die meisten der Rätsel zu lösen. So müssen beispielsweise Lucy und Susan zusammenarbeiten, um Eisbrocken aus dem Weg zu räumen, während Peter und Edmund instabile Objekte zum Einsturz bringen.
Das actionlastige Geschehen gestaltet sich anfangs durchaus einsteigerfreundlich -- viele gut gesetzte Speicherpunkte, ein moderater Schwierigkeitsgrad und kindgerechte Aufmachung laden auch jüngere Semester zum Zocken ein. Umso unverständlicher ist es da, dass der Schwierigkeitsgrad von einem Level auf den anderen enorm anzieht und fortan -- insbesondere in Bosskämpfen -- immer wieder für Frustanfälle sorgt.
Hier hat man Potenzial vergeudet. Das Spiel ist technisch größtenteils sauber und atmosphärisch dicht -- ungenaue Steuerung, mäßige KI und schlecht ausbalancierter Schwierigkeitsgrad jedoch stören extrem. Daher ist's nur Mittelmaß.
