26 Jahre alte Regeln geraten ins Wanken. Eine neue Klasse dominiert Diablo 2 so deutlich wie keine zuvor. Wie lange lässt Blizzard das zu?
Mit einer Erweiterung, die kaum jemand kommen sah, hat Diablo II: Resurrected seine Meta einmal komplett auf den Kopf gestellt. Die neue Warlock-Klasse ist nicht nur ein frischer Zusatz, sondern aktuell die wohl stärkste Option im gesamten Spiel. Was früher über Jahrzehnte als gesetzt galt, wird nun neu bewertet. Alte Klassen bleiben spielbar, doch an der Spitze steht plötzlich jemand anderes.
Aus diesen Gründen überragt der Warlock aktuell alles
Schon kurz nach Start der neuen Ladder Saison zeichnete sich ab, wie dominant der Warlock ist. Einschätzungen aus der Community und von bekannten Diablo Creators wie Macrobioboi sehen die neue Dämonenbeschwörer-Klasse klar im Spitzenfeld. Ein Build löst sich dabei klar vom Rest. Der Echoing Strike Warlock. Klassische Begleiter spielen hier kaum eine Rolle. Stattdessen ruht dieser Spielstil fast vollständig auf Echoing Strike. Dabei schleudert ihr geisterhafte Waffen in schneller Abfolge auf Gegner, fast wie ein Schrotflintenfeuer aus nächster Nähe.
Der große Vorteil liegt im hohen physischen Grundschaden. In Diablo 2 stoßen viele Builds an ihre Grenzen, sobald Immunitäten ins Spiel kommen. Echoing Strike umgeht dieses Problem elegant. Dämonen spielen hier vor allem eine unterstützende Rolle und verstärken den verursachten Schaden. Entstanden ist ein Build, der selbst härteste Gegner rasch zerlegt und dabei bemerkenswert beweglich bleibt. Zwar sind die Ausrüstungsanforderungen nicht ohne, doch der Weg dorthin ist kurz. Warlocks kommen schnell voran und verzeihen vieles, solange man ihre Mechaniken beherrscht.
Droht ein Nerf oder bleibt alles wie es ist?
Die entscheidende Frage lautet nun, wie Blizzard Entertainment reagiert. Denkbar ist, dass die Entwickler bewusst nichts ändern. Diablo 2 war nie als Live-Service geplant und Balance Schwankungen gehörten immer zur Geschichte des Spiels. Ebenso realistisch ist jedoch ein späterer Eingriff, um die neue Klasse etwas einzufangen. Ein kompletter Kahlschlag wäre riskant.
Zu viel Anpassung könnte den Reiz der Erweiterung ersticken. Gleichwohl möchte Blizzard vermeiden, dass sich alles nur noch um einen einzigen Build dreht. Verschiedene Hinweise lassen aber vermuten, dass weitere Erweiterungen nicht vom Tisch sind. Welche Klasse bevorzugt ihr in Diablo 2? Schreibt uns gern einen Kommentar mit eurer Meinung unter diesen Text - dazu müsst ihr eingeloggt sein. Wer noch keinen Account hat, kann sich hier registrieren. Beachtet beim Kommentieren bitte unsere Forenregeln und die allgemeine Netiquette.
Quelle: pcgamer
