Devil May Cry 5 im Test: Storywendungen und fette Mucke

Test Andreas Szedlak
Devil May Cry 5 im Test: Storywendungen und fette Mucke
Quelle: PC Games

V, Dante und Nero - Capcom lässt euch diesmal gleich mit drei Dämonenjägern auf das Höllengesocks los. Im Test von Devil May Cry 5 klären wir die Frage, ob die drei unterschiedlichen Kampfstile nicht nur für Abwechslung sondern auch für mehr Spielspaß sorgen. Oder wirkt sich die regelmäßige Umgewöhnung eher negativ aus?

Dämonenbaum mit Blutdurst

Zu Beginn jeder Mission wird die Story durch gut gemachte Zwischensequenzen fortgeführt, die im Gegensatz zum letzten Teil von Ninja Theory allerdings nicht mehr deutsch synchronisiert sind. Neben der guten englischen lässt sich noch eine japanische Sprachausgabe auswählen. Die Geschichte um Qliphoth - den Baum des Lebens, der aus der Dämonenwelt wächst und Menschenblut sammelt -, plätschert lange Zeit relativ frei von Überraschungen vor sich hin. Erst im letzten Spieldrittel nehmen die Geschehnisse ordentlich an Fahrt auf. Einige Storywendungen sorgen dann auch für erstauntes Stirnrunzeln. Emotionale oder besonders packende Szenen bleiben jedoch aus.Die Dialoge strotzen nicht gerade vor Tiefgang, erzeugen aber manchen Schmunzler. Vor allem die Frotzeleien zwischen Büchsenmacherin Nico und Nero wissen zu unterhalten. Ohnehin ist das Mädel mit der Brille nie um einen Spruch verlegen. Auch Dante hat manchen coolen Ein-oder Zweizeiler auf den Lippen. V ist vor allem eines: mysteriös.

Gute Grafik, tolle Musik

Grafisch kann Devil May Cry 5 nicht restlos überzeugen. Die Levels sind durchaus ansprechend gestaltet, an die teils künstlerische Gestaltung des letzten DMC-Teils kommen die Japaner allerdings nicht heran. Auch der Detailgrad ist bestenfalls mittelmäßig. Möglicherweise hatten die Macher Angst um die 60 Bilder pro Sekunde und haben deshalb lieber auf Details verzichtet, als ein Risiko einzugehen. Die Effektorgie ist schlichtweg bombastisch und die Bildrate dennoch konstant.Der hervorragende dynamische Soundtrack - von Industrial bis EDM - knallt so richtig und treibt zum Erreichen hoher Stilwertungen an. Denn nur dann wird der beste Part des jeweiligen Liedes abgespielt. Am besten gefällt uns Neros Kampfmusik "Devil Trigger", die auch das beeindruckend inszenierte Intro musikalisch untermalt.

Gute Arbeit

Devil May Cry 5 bietet das erwartet hohe Niveau, ohne jedoch an die Genialität des Ninja-Theory-DmC heranreichen zu können. Die Kämpfe machen mit der Zeit immer mehr Laune, das Wechselspiel zwischen den Charakteren sorgt für Abwechslung und die Varianz an Waffen und Moves ist überragend. Allerdings kommt man erst spät im Spiel in den Genuss der richtig motivierenden Waffen, was nicht zuletzt an Dantes relativ spätem Auftritt liegt. Auch die Geschichte entwickelt sich lange Zeit gemächlich, erst im letzten Spieldrittel beginnen sich die Atmosphäre-Fesseln zuzuziehen. Serien-Fans werden mit Sicherheit ihren gewohnten Spaß am neuen Devil May Cry haben, ein Pflichtkauf für Gelegenheits-Schnetzler ist der Titel jedoch nicht.

Fazit und Wertung

Meinung

Wertung zu Devil May Cry 5 (XBO)

Wertung:

8.0 /10

Wertung zu Devil May Cry 5 (PS4)

Wertung:

8.0 /10

Wertung zu Devil May Cry 5 (PC)

Wertung:

8.0 /10
Pro & Contra
Drei Teufelsjäger mit unterschiedlichen KampfstilenKreative Waffen, vor allem das CavaliereEnorme SchlagvarianzUnzählige freischaltbare FertigkeitenAuto-Hilfe vereinfacht KombosMassig eklige DämonenkreationenStory-Überraschungen gen EndeEffektorgie mit konstanten 60 fpsHervorragender Soundtrack
V erfordert EingewöhnungNeros Devil Breaker lassen sich nicht durchschaltenKeine deutsche Synchronisation - anders als im letzten TeilStory die meiste Zeit langweiligMäßiger Detailgrad

Bildergalerie

  1. Seite 1 Devil May Cry 5 im Test: Wächst mit der Heldenriege auch der Spielspaß?
  2. Seite 2 Devil May Cry 5 im Test: Storywendungen und fette Mucke
  • Print / Abo
    Apps
    PC Games 06/2026 PCGH Magazin 06/2026 play5 06/2026 N-Zone 06/2026 Linux Magazin 06/2026 LinuxUser 06/2026 Raspberry Pi Geek 07/2026
    PC Games PC Games Hardware Linux Magazin Raspberry Pi Geek Computec Kiosk