Destiny: König der Besessenen angespielt - Ein Hauch von Evolution

Special Marc C. Hatke
Destiny: König der Besessenen auf der E3 2015 angespielt: Evolution statt Revolution.
Quelle: Bungie

Für Destiny-Fans steht im Herbst neues Shooter-Futter auf dem Programm. Mit König der Besessenen wartet ein neuer DLC, der neben einer brandneuen Kampagne, neuen Feinden, Gebieten, Strikes und frischen Unterklassen natürlich auch eine Menge Loot mitbringt. Das versprechen uns die Entwickler bei einer kurzen Hands-On-Session auf der E3 2015 in Los Angeles.

Zuerst wählen wir einen Charakter und bemerken sofort die Unterklassen, die es mit König der Besessenen ins Spiel schaffen: Jäger werden zu Nachtpirschern, Warlocks zu Sturmbeschwörern und Titanen zu Sonnenbezwingern. Logischerweise kommen dabei auch neue Fertigkeiten zum Einsatz. Wir entscheiden uns für den Warlock und können einen Gewittersturm entfesseln. Das klingt nach Verwüstung!

Wir starten die Mission und finden uns in einem Dungeon-Level wieder. Nach kurzer Zeit wartet dort auch schon der erste Zwischenboss auf uns - ein recht zäher Bursche. "Das ist nur ein kleiner Teil des DLCs", verrät uns der anwesende Entwickler. Wir heizen dem Kerl mit unserem neuen Gewittersturm ordentlich ein, auch wenn die Adds nur wenig Spaß verstehen und uns überall und jederzeit den Weg zu ihm abschneiden wollen. Die Intensität der neuen Fertigkeit finden wir gelungen. Allerdings muss man sie - ein Wunder - taktisch klug einsetzen, um den größtmöglichen Nutzen daraus zu ziehen. Schlussendlich liegt der Boss im Dreck und wir kämpfen uns durch die schlauchartigen Gänge weiter bis zum Ende. Das ist auch der einzige Kritikpunkt, den wir während der Hands-On-Session anbringen konnten: Der Abschnitt war sehr linear.

Die titelgebenden Besessenen sind ein neuer Gegnertyp im dritten Expansion Pack für Destiny. Quelle: Bungie Die titelgebenden Besessenen sind ein neuer Gegnertyp im dritten Expansion Pack für Destiny. Im PvP wird es übrigens auch Neuerungen geben. So halten zwei frische Spielmodi Einzug. In "Hexenkessel" stehen sämtliche Charakterfertigkeiten und die Superkraft viel schneller zur Verfügung, was garantiert für mehr Chaos und Action sorgt. "Riss" hingegen ist ein klassischer Capture-the-Flag-Modus. Hier stehen sich zwei Teams gegenüber, die um einen Funken ("Spark") kämpfen, der im Zentrum der Mehrspieler-Karte spawnt und zum Riss des gegnerischen Teams befördert werden muss. Destiny-Fans dürfen sich auf neue PvP-Karten freuen, Bungie verspricht zudem "jede Menge" neuer Strikes, Gegnertypen, Patrouillenmissionen und vieles mehr.

Hauptantriebsmotor, alle Inhalte in Destiny: König der Besessenen immer wieder zu spielen, bleibt natürlich die Jagd auf lukrative Beute. Und auch hier lässt sich Bungie nicht lumpen: Spieler können sich neue legendäre und exotische Items verdienen. Die frischen Waffen und Rüstungsteile sollen über neue Perks verfügen, zu denen sich Bungie aber noch nicht äußern wollte. Mehr diesbezüglich erfahren wir möglich erst auf der diesjährigen gamescom in Köln. Käufer der PS4-Fassung erhalten - wie gewohnt - (zeit-) exklusive Spielinhalte.

Auch wenn der Eindruck von Destiny: König der Besessenen ein kurzer war, sind wir uns sicher, dass Fans voll auf ihre Kosten kommen. Activision geht kein Risiko ein, lässt aber einen Hauch von Evolution dank der neuen Unterklassen erahnen. Ansonsten wird der Online-Shooter sinnvoll erweitert und lässt die Spieler mit ihren Charakteren voranschreiten (ein neues Levelcap hat Bungie bisher nicht enthüllt). Als Hardcore-Fan greift man übrigens zur Collector's Edition, die, zusammen mit der Standardversion , am 15. September 2015 erhältlich sein wird.

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