Endlich: Mit einem der großartigsten See-Abenteuer aller Zeiten schließt sich eine Lücke in vielen DVD-Sammlungen
Offiziere und Gentlemen: Mr. Bush (li.) und Captain Hornblower haben das Kommando
Gregory Peck (1916 - 2003) war ein feiner Kerl. Durch seine Körpergröße von 1,90 m, die sonore Stimme und ein markant-attraktives Gesicht wurde der Apothekersohn schnell zu einem der beliebtesten Filmstars. Seinen Ruhm setzte der "Oscar"-Preisträger ("Wer die Nachtigall stört", 1962) auch politisch ein. So sprach er sich für Martin Luther King und gegen den Vietnamkrieg aus, stand Arbeitern des kriselnden Chrysler-Konzerns zur Seite und wurde von der Demokratischen Partei 1970 gebeten, bei der Wahl zum Gouverneur von Kalifornien gegen Ronald Reagan zu kandidieren, was er jedoch ablehnte.
Die Titelrolle in Raoul Walshs Adaption dreier Bücher aus Cecil Scott Foresters mehrbändigem Roman-Zyklus um den Seehelden Horatio Hornblower war exemplarisch für viele Parts, die Peck später spielte: zielstrebige Führungspersönlichkeiten mit ausgeprägtem Gerechtigkeitssinn. 1807 führt England Krieg gegen Napoleons Frankreich. Captain Hornblower (Peck) ist mit dem kleinen britischen Kriegsschiff "Lydia" im Pazifik unterwegs. Seine Gefährten sind der erste Offizier Mr. Bush (Robert Beatty) und später der Seebär Quist (James Robertson Justice). Mit ihnen und einer treuen Mannschaft durchsteht Hornblower wilde Gefechte. Nach Aufnahme der Schiffbrüchigen Lady Wellesley (Virginia Mayo) kommt dann die Liebe ins Spiel.
Flaute
Über Entstehung, Bedeutung und Beliebtheit des Films erfährt man im Bonusmaterial leider nichts. Dafür grub Warner in den Archiven und entdeckte den Trailer, einen Zeichentrickfilm und einen zeitgenössischen, "Oscar"-nominierten Kurzfilm, der die Geschichte der USA glorifiziert und die Indianer-Kriege bagatellisiert.
