Ein Meisterwerk in neuem Gewand: "Der mit dem Wolf tanzt" wurde von Kinowelt mit einer wunderschönen Special Edition gewürdigt. Auch ein ideales Geschenk für Legionen von Teenagern, deren Eltern vor dreizehn Jahren "allein zu Haus" waren und ihren Sohn anschließend "Kevin" tauften
Neuauflagen von DVDs lösen oft unterschiedlichste Reaktionen aus. Die einen ärgern sich darüber, dass sie sich ihren Lieblingsfilm bereits auf einer plötzlich minderwertig erscheinenden Disc zugelegt haben, die anderen freuen sich darüber, dass das Objekt der Begierde endlich so erhältlich ist, wie man es eigentlich schon immer haben wollte.
Kinowelts neue Sammler-Ausgabe zu "Der mit dem Wolf tanzt" könnte ähnliche Gefühle erzeugen. Seit Dezember 1998 ist der Western als Director`s Cut auf einer DVD im Handel, die ihm mit nur wenigen Extras und einer Bildabtastung im Format 2.21:1 nicht so wirklich gerecht wurde. Das wird jetzt anders. Der Leipziger Anbieter entschloss sich zu einer Special Edition, die den Namen auch verdient.
Gleich vier Discs stecken in einer formschönen Verpackung, die man sich zu einem mehr als fairen Preis sicher sehr gerne ins Regal stellt. Falls Sie es bisher noch nicht wussten: Kevin Costner brachte den Film nach dem Triumphzug der knapp dreistündigen Fassung damals zusätzlich in einer verlängerten Version in die Kinos. Diese fand bei der Erstauflage noch auf einer Scheibe Platz. Aus Qualitätsgründen verteilt sie sich bei der neuen Box nun auf zwei DVDs.
Disc 1 zeigt dabei die ersten 130 Minuten, Disc 2 den Rest. Zu dieser Langfassung sprachen die am Dreh Beteiligten Audiokommentare, die man sich als Interessierter unbedingt zu Gemüte führen sollte. In Kommentar 1 gehen Kevin Costner und Produzent Jim Wilson auf Drehorte, Storyentwicklung, Darsteller und verschiedene Entscheidungen ein.
Costner erzählt nebenbei, dass er oft gefragt wird, in was er in der Szene nach der Büffeljagd gebissen hätte. Seine Antwort: Er verrät es nicht und lacht. Sollten Sie an dieser Stelle frustriert sein, schalten Sie einfach in den Kommentar von Kameramann Dean Semler und Cutter Neil Travis, die neben vielen Anekdoten und technischen Einzelheiten auch dieses Geheimnis lüften.
