Ein Meisterwerk in neuem Gewand: "Der mit dem Wolf tanzt" wurde von Kinowelt mit einer wunderschönen Special Edition gewürdigt. Auch ein ideales Geschenk für Legionen von Teenagern, deren Eltern vor dreizehn Jahren "allein zu Haus" waren und ihren Sohn anschließend "Kevin" tauften
Die Geschichte dieses Films und vor allem seine Erzählweise bzw. Bildersprache sind nach wie vor unglaublich beeindruckend.
Etwas irritierend ist die Bezeichnung "Director`s Cut" für die dritte DVD. Auf diese wurde nämlich die ursprüngliche Kinofassung mit einer Laufzeit von 2:53:38 gepresst.
Ist aber nicht schlimm. Denn welcher DVD-Fan sieht sich noch eine "Kurzfassung" an, wenn er Zugriff auf eine längere Version hat? Sollten Sie dazu doch mal Lust haben, können Sie sich jedenfalls wie bei der Langfassung auf eine korrekte Bildabtastung im Originalformat von 2.35:1 und Dolby-Sound in 5.1 freuen. Kommentare gibt es während der drei Stunden wie erwähnt aber nicht.
Weiter geht?s mit der abschließenden vierten DVD, auf die man das Bonusmaterial packte. Begonnen wird mit einem Promo-Making of (20:58), in dem relativ sachlich auf die Produktion eingegangen wird. Zu sehen ist hier u.a., wie Kevin Costner heftig von einem Pferd auf den Boden der Prärie fällt. Absolut vorbildlich ist die retrospektive Doku "The Creation of an Epic".
In sehr unterhaltsamen und sinnvoll genutzten 75 Minuten geben Cast & Crew einen umfassenden Einblick in den Entstehungsprozess. Wir erfahren, wie schwer die Finanzierung war, dass einige Indianer ihre eigene Sprache lernen mussten, dass Costner seine Stunts gern selbst ausführte oder dass man mit 108 Drehtagen weit über den damals durchschnittlichen 60 Tagen lag. Auch wenn einige Darsteller in die Jahre gekommen sind, merkt man ihnen den Stolz auf diesen Film immer noch an.
