The Devil wears Prada

Test Simone Neus

Die auf eine diabolische Meryl Streep zugeschnittene ModeSatire zeigt den Big Apple als Manege der Eitelkeiten

Nach einigen modischen Beratungen freundet sich Andy immer mehr mit ihrer Situation an Nach einigen modischen Beratungen freundet sich Andy immer mehr mit ihrer Situation an Als Chefredakteurin des Mode-Magazins "Runway" führt Miranda Priestly (Meryl Streep) ihre Abteilung mit eiserner Hand. Sie hat die Macht, einen Niemand groß zu machen. Ein Wort von der Fashion-Queen, und ein Trend wird zum Megaerfolg oder verschwindet für immer in den Archiven der Designerwerkstätten. Als sich die engagierte College-Absolventin Andy Sachs (Anne Hathaway) als zweite Assistentin bei Mrs. Priestly bewirbt, ahnt die junge Frau nicht, was ihr bevorsteht.

Miranda (Meryl Streep) hält ihre Assistentin Andy (Anne Hathaway) für einen Modemuffel Miranda (Meryl Streep) hält ihre Assistentin Andy (Anne Hathaway) für einen Modemuffel Von journalistischer Arbeit ist jedenfalls nicht die Rede, denn Andy muss ihrer neuen Chefin rund um die Uhr zu Diensten sein. Kaffee holen, unmögliche Aufträge in Windeseile erledigen und lästige Anrufer abwimmeln. Ihre hypernervöse Kollegin Emily (Emily Blunt) ist ihr dabei keine große Hilfe. Aber wenn Andy ihren Job behalten will, muss sie sich anpassen. Das heißt im Klartext: Designerkleidung tragen, die Style-Bibel auswendig lernen, einen Crashkurs in Smalltalk absolvieren -- und die Nahrungsaufnahme drastisch reduzieren ...

Design oder nicht Sein

Für den Audiokommentar der Disc fanden sich Regisseur David Frankel, Produzentin Wendy Finerman, Kostümdesignerin Patricia Field, Autorin Aline Brosh McKenna, Cutter Mark Livolsi sowie Kameramann Florian Ballhaus ("Flightplan") im Tonstudio ein. Unter den fünf werbelastigen Featurettes lohnt das etwa dreiminütige Special über den Designer Valentino Garavani, der bei 1:18:43 einen Auftritt hat.

Fazit

Film-Check: "Sex and the City"-Regisseur David Frankel verfilmte den erfolgreichen Frauenroman von Lauren Weisberger, einst Assistentin von Ann Wintour, der Chefin der US-"Vogue". Die Zielgruppe dieser Satire aufs Fashion-Business steht damit fest.
Das weibliche Publikum hat dann auch seinen Spaß bei der inhaltlich so seichten wie optisch glamourösen Abrechnung mit der Branche und freut sich über Meryl Streeps perfekte Performance eines bösen Drachen hinter makelloser Fassade, Cameos von Insidern wie Model Heidi Klum und die unzähligen schillernden Outfits. DVD-Fazit: Der unangefochtene Star ist das gute Bild. Die Boni zu der in bewährter „Sex and the City”-Manier inszenierten Produktion sind ebenso wie diese sicher kein Meilenstein, aber hip genug, um dem angepeilten Publikum zu gefallen.

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