Der Super Mario Bros. Film: Fan-Service auf höchstem Level
Special
Der Super Mario Bros. Film läuft in deutschen Kinos und ist wohl vor allem für Kinder gemacht - und für große Nintendo-Fans. Filmkritik zum Nintendo-Film.
Geniale Mario-Anspielungen am Fließband
Doch der Fan-Service beschränkt sich natürlich nicht nur auf die Musik, auch dezentere Formen der Inszenierung haben im Super Mario Bros. Film Einzug gefunden. Das daddelt Mario einmal ganz nebenbei auf einem NES, Nintendos erster Heimkonsole aus den 80ern. Oder Mario, Peach und Co. durchwandern auf ihrem Weg ins Dschungel-Königreich Gegenden, die bekannte Levels aus Spielen wie Super Mario Odyssey darstellen.
Überhaupt hat mich vor allem die Fülle an unterschiedlichen (Mario)-Spielen fasziniert, die eine Reminiszenz im Kinofilm erhalten haben. Neben den klassischen Mario-Spielen wie Super Mario Bros., Super Mario 64 oder Super Mario Odyssey sind das auch Donkey Kong Country und besonders prominent: Mario Kart.
Mario Kart auf der großen Kinoleinwand
Gerade Letzteres kam auch beim sehr jungen Publikum besonders gut an, das mit mir im Kinosaal verweilte. Mario Kart ist eben mittlerweile so ziemlich die bekannteste, auf jeden Fall eine der beliebtesten Nintendo-Reihen.
Ich möchte hier an keiner Stelle spoilern, deswegen werde ich nicht näher auf die Mario-Kart-Passagen im Film eingehen. Nur so viel sei gesagt: Bekannte populäre Strecken dürft ihr genauso erwarten wie die ikonischen Items und sogar die bekannte Zusammenstellung der Karts aus drei Teilen wie im Spiel haben die Macher im Film umgesetzt. Absolut genial!
Peach, die toughe Prinzessin
Die Figuren im Mittelpunkt der Geschehnisse, es lässt sich erahnen, sind natürlich die beiden Mario-Brüder, also nebst Mario auch Luigi. Ein unerwartet große Rolle spielt auch Peach. Und gerade ihre Darstellung im Super Mario Bros. Film hat mir besonders gut gefallen.
Peach ist im Film nämlich keine arme, schwache Prinzessin in Nöten wie in frühen Mario-Spielen, nein, das exakte Gegenteil ist der Fall. Peach ist tough, intelligent, stark und hat gleichzeitig ein gutes Herz. Eine emanzipierte, selbstständige, starke Frau, alleiniges Staatsoberhaupt eines ganzen Königreichs und dabei nicht auf Hilfe angewiesen.
Im Gegenteil, die Filmmacher haben den bekannten Spieß aus den Mario-Spielen einfach komplett umgedreht. Mario muss nicht Peach retten, sondern Peach hilft Mario, Luigi zu retten! Und all das wirkt dann auch noch natürlich, nachvollziehbar und an keiner Stelle aufgesetzt. Bravo!
Solche starken Frauenrollen auf der großen Leinwand zu sehen, ist für jegliches Publikum eine Bereicherung, besonders natürlich für die vielen jungen Zuschauerinnen und Zuschauern. Längst überholte Geschlechter-Klischees werden im Super Mario Bros. Film gebrochen, stumpfe Stereotype über Bord geworfen. Das darf gern auch noch stärker Einzug in zukünftige Nintendo-Spiele halten.
