Das kommt teilweise überhaupt nicht gut an: Ausgerechnet der Late-Night-Moderator Stephen Colbert entwickelt den neuen Herr der Ringe-Film.
Die Kommentare unter dieser Ankündigung sind teilweise mit Häme und Spott durchtränkt. Peter Jackson enthüllte kürzlich erste Bilder zum kommenden Herr der Ringe-Film "Die Jagd auf Gollum". Und er offenbarte einen weiteren Kinofilm. Doch neben Jubel und Freude mischt sich auch Ablehnung gegenüber der Fortsetzung der Trilogie von Peter Jackson.
Ist der neue Herr der Ringe-Film von Peter Jackson?
Sowohl bei "Die Jagd auf Gollum" als auch bei "Shadows of the Past" (in Deutsch etwa "Die Schatten der Vergangenheit") wird Peter Jackson als verantwortlicher Produzent agieren. Beim Gollum-Film spielt Andy Serkis nicht nur die Hauptrolle, er führt auch Regie. Wer bei "Shadows of the Past" das Zepter hinter der Kamera hochhält, ist noch nicht bekannt. Der neue Kinofilm wird jedoch von Late-Night-Moderator und Comedian Stephen Colbert und dessen Sohn Peter McGee entwickelt. Und genau dieser Umstand sorgt für Spott und Häme.
"Was zum Teufel habt ihr Clowns euch dabei gedacht?", ist noch einer der freundlicheren Kommentare. "Du willst diese A...geige ernsthaft den neuen Herr der Ringe schreiben lassen?" lautet ein anderer unverhohlen ablehnender Kommentar. "Jetzt zerstört ihr die Reihe" meldet sich ein weiterer aufgebrachter User zu Wort. Die Kommentierenden vergessen bei all der Häme und dem Spott jedoch eine wichtige Sache.
Der 61-jährige US-amerikanische Moderator und Satiriker, der sich gerne mal Trump-nahe Rechtspopulisten vorknöpft (man vermutet, dass deswegen seine Late-Night-Show abgesetzt wird), ist nicht nur ein riesiger Herr der Ringe-Fan, er gilt auch als Experte für Tolkiens Werk. Gemeinsam mit seinem Sohn Peter McGee, der bereits in Der Hobbit - Smaugs Einöde eine Mini-Rolle bekleidete und obendrein auch noch Produzent und Drehbuchautor ist, entwickelte er die Idee zum neuen Kinofilm.
Wann spielt der neue Herr der Ringe-Film?
Zeitlich setzt "Shadows of the Past" rund 14 Jahre nachdem Frodo (Elijah Wood) Mittelerde verlassen hat an. Die Haupthandlung soll allerdings, wie schon bei "Die Jagd auf Gollum" eigentlich während der ersten Trilogie von Peter Jackson spielen. Und hier wird es ein wenig kompliziert.
Der neuseeländische Filmemacher brachte nämlich nicht alle Kapitel der legendären Fantasy-Bücher von J. R. R. Tolkien unter. Und genau hier will Stephen Colbert mit seinem Herr der Ringe-Film ansetzen. Nachdem Frodo das Auenland verlassen hat, um den Einen Ring irgendwie in Sicherheit zu bringen, trifft er gemeinsam mit seinen Gefährten auf eine Gruppe Elben. Die helfen ihm, sich vor den schwarzen Reitern zu verstecken.
Etwas später im Buch geraten die Hobbits in die Fänge der Grabunholde und werden von niemand Geringeres als Tom Bombadil gerettet. Auch diese beliebten Szenen fehlen in den Peter Jackson-Filmen. Der neue Kinofilm "Shadows of the Past", der noch keinen Starttermin hat, behandelt also die Kapitel 3 und Kapitel 8 von Der Herr der Ringe Band 1. Wie man das alles mit den mittlerweile über 25 Jahre älteren Schauspielerinnen und Schauspielern glaubhaft verfilmen will, bleibt, wie auch schon bei "Die Jagd auf Gollum", ein Rätsel.
