Der Fluch: The Grudge 2 - DVD-Test

Test Marc Kirzeder

Ob auch Takashi Shimizu die ewige Fortsetzung seines Hollywood-Remakes des japanischen Originals auf den Geist geht?

Verfolgt von einer Frauengestalt: Amber Tamblyn gerät als Aubrey Davis in unerklärliche Situationen Verfolgt von einer Frauengestalt: Amber Tamblyn gerät als Aubrey Davis in unerklärliche Situationen Während der Vorgänger "The Grudge: Der Fluch" bei zehn Millionen Dollar Produktionskosten weltweit fast 200 Millionen einspielte, fällt die Bilanz der Fortsetzung vergleichsweise ernüchternd aus. Mit einem doppelt so hohem Produktionsetat erreichte "Der Fluch: The Grudge 2" ein Einspielergebnis von knapp 70 Millionen Dollar. Das genügte allerdings vollauf, um Sony ein erneutes Sequel in Planung geben zu lassen. Ob Produzent Sam Raimi, Regisseur Takashi Shimizu und Drehbuchautor Stephen Susco erneut ihre Plätze einnehmen, ist noch offen.

Die Handlung von "The Grudge 2" schließt direkt an die Ereignisse des Vorgängerfilms an. Nach mysteriösen Geschehnissen und einem Nervenzusammenbruch liegt die Amerikanerin Karen Davis (Sarah Michelle Gellar) in einem Tokioter Krankenhaus. Ihre jüngere Schwester Aubrey (Amber Tamblyn) fliegt unverzüglich nach Japan, um sich um sie zu kümmern und zu erfahren, was geschehen ist.

Doch schon kurz nach Aubreys Ankunft kommt Karen nach einem Sturz vom Dach ums Leben. Audrey versucht die Ursachen für ihren Tod zu ergründen und muss sich bald mit dem garstigen Geisterkind Toshio (Ohga Tanaka) und seiner grauenhaften Mutter Kayako (Takako Fuji) herumplagen, die ihren Einflussbereich inzwischen erweitert haben.

Keine Kurzfilme

Bei der Code 2-DVD finden sich die drei auf der US-Version (Test in Ausgabe 04/2007) enthaltenen Kurzfilme nicht unter den Extras. Die vier Featurettes haben es dagegen auf die Scheibe geschafft. Unter www-world-of-video.de kann man übrigens eine SteelBook-Edition bekommen, die ansonsten inhaltsgleich mit dem hier vorgestellten Silberling ist.

Fazit

Film-Check: Obwohl der "The Grudge"-Erfinder Takashi Shimizu erneut die Regie übernahm, wirkt die Story diesmal nicht nur ziemlich uninspiriert, sondern obendrein konfus. Einen roten Faden sucht der Zuschauer lange Zeit vergeblich. Dazu kommen die viel zu offensichtlichen Wiederholungen von Schock- effekten aus dem Vorgänger (Stichwort: "Bettdecke"), die als Ansammlung von Versatzstücken erstens nur wenig effektiv und zweitens der Spannung abträglich sind.
Immerhin zuckt und windet sich die 34-jährige Kayako-Darstellerin Takako Fuji als Geisterfrau bravourös durch das Sequel und sorgt so zumindest für ein paar gruselige Szenen. DVD-Fazit: Auch bei der DVD-Umsetzung halten sich die Überraschungseffekte in Grenzen: Die Technik entspricht der Code 1-DVD. Einige Extras fielen aber unter den Tisch: Genre-Fans ärgert das Fehlen der Kurzfilme ("Tales from the Grudge").

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